Zwischen Seoul und Kiew herrscht gerade dicke Luft. Südkorea ist stinksauer, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj letzte Woche bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung brisante Infos ausgepackt hat.nnSelenskyj hat öffentlich gemacht, dass die Ukraine nordkoreanische Soldaten gefangen genommen hat, die auf russischer Seite kämpfen – und dass sie zwei von ihnen bereits im Januar 2025 an Südkorea überstellt hatten. Das hätte eigentlich unter Verschluss bleiben sollen. Südkoreanische Beamte betonen, dass es eine Verschwiegenheitsvereinbarung gab, und sind lowkey enttäuscht, dass die Ukraine diese Infos einfach so geleakt hat.nn## Das diplomatische Drama nnSeong Ghi-hong, ein Sprecher des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung, nahm am Sonntag kein Blatt vor den Mund und erklärte, das Präsidialamt empfinde "tiefes Bedauern" über diesen Schritt. Präsident Lee kritisierte Selenskyj sogar öffentlich und bezeichnete es als krassen Fehler, sensible Details zur Rückführung nur für ein bisschen "Erfolgs-PR" auszuposaunen, ohne die fragile Dynamik der innerkoreanischen Beziehungen zu berücksichtigen.nnReal talk: Südkorea hatte massiv Druck auf die Ukraine ausgeübt, die gefangenen Soldaten nicht nach Nordkorea zurückzuschicken, da dort harte Verfolgung droht, weil sie sich lebend gefangen nehmen ließen.nn## Warum Nordkorea involviert istnnEs ist ein wilder Plot-Twist: Schätzungen zufolge setzt Russland etwa 15.000 bis 20.000 nordkoreanische Truppen an der Front ein. Selenskyj behauptet, der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un behandle seine Leute wie Währung und verkaufe ihr Leben für wirtschaftliche und humanitäre Hilfe von Wladimir Putin.nnSelenskyj erwähnte sogar, dass die Soldaten nicht unbedingt freiwillig kapitulieren: Ein gefangener Nordkoreaner habe versucht, sich das Leben zu nehmen, anstatt sich in Gefangenschaft zu begeben. Angesichts von Berichten, dass Russland weitere 30.000 Soldaten anfordert, nimmt der diplomatische Druck weiter zu.nn## Warum das wichtig istnnHier geht es nicht nur um zwei Soldaten, sondern um Sicherheit auf höchstem internationalem Level. Südkorea versucht derzeit, ein Abkommen auszuhandeln, um Nordkorea zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen – und dieser öffentliche Patzer macht den ohnehin schon wackeligen Weg der Diplomatie nur noch komplizierter.