Die Lage

Real talk: Die Lage im Nahen Osten wird gerade ziemlich ernst. Saudi-Arabiens Energieminister, Prinz Abdul Aziz bin Salman, hat eine "ernsthafte" Reaktion angekündigt, nachdem eine Welle von tödlichen Houthi-Angriffen auf saudische Flughäfen und Ölanlagen verübt wurde.

In der letzten Woche wurde der King Khalid International Airport in Riad viermal attackiert. Am Samstag tötete ein massiver Raketeneinschlag in Terminal 3 insgesamt 13 Menschen – darunter Staatsbürger aus verschiedenen Ländern wie den USA, Bangladesch und Jordanien. Am Sonntag forderte ein weiterer Angriff auf Terminal 4 das Leben eines pakistanischen Bewohners. Die Angriffe beschränken sich nicht nur auf die Hauptstadt; auch der King Fahd International Airport in Dammam und Anlagen in der Eastern Province wurden von Drohnen und Raketen getroffen.

Wie es dazu kam

Die vom Iran unterstützte Houthi-Bewegung behauptet, sie reagiere auf die "brutale saudische Aggression" im Jemen. Die Region steckt seit 2014 in einem verheerenden Bürgerkrieg, und die Situation erreichte im Juli einen absoluten Tiefpunkt, als ein vierjähriger Waffenstillstand faktisch zusammenbrach.

Es ist der klassische Fall von "Auge um Auge". Die Houthis fordern eine "Blockade gegen eine Blockade" und nehmen als Reaktion auf die anhaltenden Luftschläge der saudisch geführten Koalition im Jemen saudische Infrastruktur ins Visier. Die Houthis haben sogar Airlines davor gewarnt, den saudischen Luftraum zu nutzen, es sei denn, das Ziel sind die heiligen Städte Mekka oder Medina.

Die globalen Auswirkungen

Die Spannungen machen alle nervös. Da die Straße von Hormus praktisch geschlossen ist, ist Saudi-Arabien auf das Rote Meer für seine Ölexporte angewiesen. Als die Houthis letzten Monat Gebiete nahe der Bab-el-Mandeb-Straße besetzten, schossen die Ölpreise direkt in die Höhe.

Internationale Führungskräfte beobachten das Ganze genau. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete die Angriffe als Verstoß gegen das Völkerrecht, während Präsident Donald Trump erklärte, er werde entscheiden, ob sich die USA an den Gegenangriffen beteiligen werden. Der Iran bestreitet derweil, die Houthis mit Ausrüstung zu versorgen, fordert aber öffentlich zu Dialogen auf.

Warum das wichtig ist

Die Energiesicherheit ist lowkey am Bröckeln. Prinz Abdul Aziz gab zu, dass die jüngsten Ereignisse die "Widerstandsfähigkeit" und die "Infrastruktur" des Königreichs auf eine harte Probe gestellt haben. Da die saudisch geführte Koalition ihre Offensive zur Rückeroberung von Gebieten im Jemen fortsetzt, bleibt das Risiko eines größeren Konflikts durch das gegenseitige Hochschaukeln der Angriffe auf zivile Flughäfen extrem hoch – und der globale Energiemarkt spürt den Druck massiv.