Die Masche hinter dem Betrug
Das Ganze hat extrem unseriöse Vibes. Die Bundesstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen den 45-jährigen Saleem Alzaq aus Gaza erhoben. Ihm wird vorgeworfen, eine riesige Spendenaktion orchestriert zu haben, um die Hamas zu finanzieren. Zwischen Januar 2020 und Dezember 2025 soll Alzaq über 1,7 Millionen Dollar eingenommen haben, indem er vorgab, Lebensmittel und Winterkleidung für die Menschen im Gazastreifen zu sammeln.
Real Talk: Die Ermittlungen haben ergeben, dass ein großer Teil des Geldes – mindestens 626.000 Dollar – direkt von Spendern aus den Vereinigten Staaten stammte.
Wo das Geld hinging
Laut den Behörden war die Operation global und erstreckte sich von den USA bis nach Frankreich. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass zwei Brüder aus Louisiana rund 105.000 Dollar beisteuerten, während ein Mann aus Florida fast 50.000 Dollar gespendet haben soll.
Alzaq, der laut Behörden seit Langem Hamas-Mitglied ist, soll sich viel Mühe gegeben haben, die Sache low-key zu halten. Er soll Spender angewiesen haben, Begriffe wie „Es lebe die Hamas“ bei PayPal-Transaktionen zu vermeiden, damit die Konten nicht auffallen. In Gesprächen mit einem verdeckten Ermittler, der sich als Unterstützer ausgab, soll Alzaq Codes wie „Brot“ oder „die Bäckereien“ verwendet haben, um Geldtransfers an „die Grünen“ – eine Anspielung auf die Hamas – zu verschleiern.
Die Anklagepunkte
Die NYPD-Kommissarin Jessica Tisch erklärte, dass Alzaq trotz seiner Behauptungen über humanitäre Arbeit ein Anführer im militärischen Arm der Organisation sei. Ihm drohen nun vier Anklagepunkte, darunter die Verschwörung zur Bereitstellung materieller Unterstützung für eine terroristische Vereinigung und Geldwäsche. Auf die Hauptanklagepunkte steht jeweils eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft. Bisher wurde Alzaq nicht verhaftet; man geht davon aus, dass er sich in Gaza aufhält.
Warum das wichtig ist
Dieser Fall verdeutlicht, wie ausgeklügelt internationale Gruppen digitale Netzwerke in den USA nutzen, um illegale Aktivitäten zu finanzieren. Indem Terrorfinanzierung als humanitäre Hilfe getarnt wurde, nutzte die Operation die Hilfsbereitschaft von Menschen aus, die eigentlich Gutes tun wollten. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei Spenden immer genau zu prüfen, wo das Geld wirklich landet.





