Polygon Labs macht gerade ziemlich große Moves und verschiebt den Fokus weg vom reinen Blockchain-Development hin zu einem Full-Service-Zahlungsabwickler. CEO Marc Boiron hat kürzlich verraten, dass das neue regulierte Zahlungsgeschäft bis 2027 profitabel sein soll. Damit wollen sie sich ein Stück vom Kuchen sichern, den aktuell Big Player wie Visa und Stripe unter sich aufteilen.

Der Coinme-Deal

Die große News: Polygon hat offiziell Coinme übernommen, einen in den USA regulierten Anbieter für Krypto-Zahlungen. Dieser Move ist ein absoluter Gamechanger, weil Polygon damit endlich die Infrastruktur bekommt, um Conversions zwischen Stablecoins, Krypto und klassischem Fiat-Geld in-house zu regeln. Bisher lieferte Polygon nur die Blockchain-Tech, während Dritte die Gebühren beim Ein- und Ausstieg der Transaktionen kassiert haben.

Boiron meint, dass dieser Zukauf ein massives „Kundenbeziehungs“-Problem löst. Indem sie die regulierte Seite des Business kontrollieren, kann Polygon diese Transaktionsströme behalten und muss sich nicht mehr auf externe Firmen verlassen, die das Geld vielleicht woanders hinrouten. Ehrlich gesagt: absolute Main-Character-Energy.

Können sie wirklich mithalten?

Real Talk: Die Lücke ist riesig. Im Geschäftsjahr 2025 lag das Zahlungsvolumen von Visa bei über 12,3 Billionen Dollar, Stripe kam auf 1,9 Billionen. Polygon fängt gerade erst an, also wird hier niemand behaupten, dass sie morgen die Welt übernehmen.

Sie spielen auch ein bisschen Defensive. Während Polygon versucht, als Zahlungsabwickler Fuß zu fassen, bewegen sich die traditionellen Player genau in die andere Richtung. Stripe baut eigene Stablecoin-Zahlungswege aus und Visa integriert Polygons Blockchain bereits in ihr eigenes Settlement-Netzwerk. Der Konkurrenzdruck wird krass – und es ist definitiv keine Finanzberatung, wenn man davon ausgeht, dass das ein einfacher Ritt wird.

Warum das wichtig ist

Das ist ein klassischer „Pivot to survive“-Moment. Polygon wettet darauf, dass sie durch das Besitzen des gesamten Payment-Stacks – nicht nur der Blockchain-Tech – mehr Umsatz machen können und nicht länger Boden an Zwischenhändler verlieren. Man sollte den „Open Money Stack“ definitiv auf dem Schirm haben, um zu sehen, ob dieser Shift wirklich aufgeht.