Der Walkout
Mehr als 200 Schüler der Piner Junior Senior High School in Santa Rosa haben gerade einen massiven Walkout hingelegt. Die Stimmung auf dem Campus ist absolut im Keller, nachdem der Football-Kapitän der Schule Anfang des Monats „Free the Cornell 7“ auf Instagram gepostet hatte.
Zur Einordnung: Dieser Slogan bezieht sich auf sieben Schüler, denen vorgeworfen wird, 2024 eine Studentin der Cornell University gemeinschaftlich vergewaltigt zu haben. Der Walkout fand statt, weil die Schüler das Gefühl haben, die Schule zieht den Kapitän für seinen Post nicht zur Rechenschaft – was sie lowkey absolut inakzeptabel finden.
Die Folgen
Die Kommunikation der Schule sorgt für große Verwirrung. Während ein Elternteil einer Cheerleaderin mitteilte, dass der Kapitän von einem Teamessen ausgeschlossen wurde, gab es bisher keinerlei Klarheit darüber, ob er tatsächlich disziplinarische Konsequenzen zu spüren bekam.
Neben dem sozialen Drama haben die Piner Prospectors offiziell ihr Spiel am Samstag gegen die Archie Williams High School abgesagt. Headcoach Adam Rosenstein erklärte gegenüber The Press Democrat, dass dem Team nur noch fünf gesunde Linemen zur Verfügung standen. Es ist ein herber Rückschlag für das Programm, das nun bei einer Bilanz von 2-4 steht.
Warum das wichtig ist
Das Ganze passiert nicht isoliert. Proteste rund um den Cornell-Vergewaltigungsfall gab es bereits in Städten wie LA, Seattle und Philadelphia, wo der Universität ein Versagen bei den Ermittlungen vorgeworfen wird. Die Schülerschaft in Piner macht deutlich, dass sie genau beobachtet, wie die Schulleitung mit der Verantwortung umgeht, wenn nationale Themen direkt an ihrer Türschwelle landen. Das eigentliche Problem ist, dass das Schweigen der Schule zu potenziellen Disziplinarmaßnahmen die Frustration unter den Schülern nur noch weiter anheizt.





