Der Plan für den 3. Dezember

Das US-Militär bereitet sich auf seine erste Hinrichtung seit über 60 Jahren vor. Nidal Hasan, der für das Massaker von Fort Hood im Jahr 2009 mit 13 Toten verurteilt wurde, soll am 3. Dezember vor ein Erschießungskommando treten. In einer Aktion, die für die moderne Ära lowkey beispiellos ist, bestätigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth diese Woche, dass das Ereignis live und öffentlich gestreamt werden soll.

Wie es dazu kam

Es wirkt wie ein massiver Power-Move der Trump-Administration. Nachdem Präsident Donald Trump im Januar sein Amt antrat und das bisherige Hinrichtungsmoratorium auf Bundesebene aufhob, drängen er und sein Team auf eine Verschärfung der Todesstrafe. Die Hinrichtung ist auf der Militärbasis Fort Hood in Texas angesetzt. Obwohl das Militär seit 1961 niemanden mehr hingerichtet hat und seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kein Erschießungskommando mehr eingesetzt wurde, hält das Pentagon an dem Plan fest.

Die rechtliche Lage

Real talk: Die gesamte Situation steht auf wackeligen Beinen. Rechtsexperten wie John Mills weisen darauf hin, dass Hasans Berufungsverfahren noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Bundesgerichte den Vollzug stoppen könnten, was das Ganze zu einem „grotesken Spektakel“ machen würde, das vielleicht nie stattfindet. Zudem gibt es das logistische L, wo genau man eine Hinrichtung streamen soll; die meisten Social-Media-Plattformen haben strenge Richtlinien gegen solch grafische Inhalte.

Warum das wichtig ist

Dies ist eine massive Veränderung in der Transparenz bezüglich staatlicher Gewalt. Jura-Professorin Deborah Denno merkt an, dass die USA zwar im Vergleich zu anderen Nationen eine hohe Anzahl an Hinrichtungen haben, diese aber fast nie öffentlich sind. Indem die Regierung das Ganze live überträgt, zwingt sie die Öffentlichkeit dazu, die Realität der Todesstrafe auf eine Weise mitzuerleben, wie es bisher noch nie geschehen ist. Es ist definitiv ein Moment, bei dem sich die Leute fragen, ob das Gerechtigkeit ist oder einfach nur ein Flex.