Die Lage in Gorkha
Real Talk: Die Lage im zentralen nepalesischen Distrikt Gorkha ist aktuell einfach nur tragisch. Am 11. Oktober blockierte ein Erdrutsch in den frühen Morgenstunden den Fluss Budhi Gandaki. Das Wasser staute sich massiv auf und löste flussabwärts schwere Sturzfluten aus. Der Pegel stieg innerhalb weniger Stunden von zwei Metern auf beängstigende 8,5 Meter. Zwei Dörfer in der Landgemeinde Chumanubri wurden komplett dem Erdboden gleichgemacht; Infrastruktur wie Straßen, Brücken und sogar Teile eines Wasserkraftwerks wurden einfach weggeschwemmt.
Laut der nationalen Behörde für Katastrophenschutz ist das Ausmaß der Zerstörung gewaltig. Mindestens 204 Häuser sind betroffen und über 650 Menschen stehen vor dem Nichts. Erschwerend kommt hinzu, dass aktuell über 100 ausländische Wanderer in der Region feststecken. Das Ganze ist ein harter Schlag, besonders weil das Land erst vor zwei Monaten von katastrophalen Überschwemmungen nahe der tibetischen Grenze getroffen wurde, bei denen Tausende starben oder vermisst wurden.
Globales Wetter-Chaos
Während Nepal mit dieser Katastrophe kämpft, hat auch der Rest der Welt mit extremem Klimawandel zu tun. Über dem Nordatlantik tobte kürzlich eine massive „Wetterbombe“, bei der der Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um 49 hPa sank. Island blieb vom Schlimmsten verschont, aber eine mit dem Sturm verbundene Kaltfront peitschte mit Böen von bis zu 174 km/h durch die schottischen Highlands.
In Portugal will der Sommer derweil einfach nicht enden. Obwohl es längst Herbst ist, wurden in der Stadt Mora am 14. Oktober 35,6 Grad gemessen – eine krasse Abweichung von 10 Grad gegenüber den Normalwerten. Es fühlt sich lowkey nach Dauersommer an, und leider wird dieses unnatürlich heiße Wetter wohl noch ein paar Tage anhalten.
Warum das wichtig ist
Diese Ereignisse führen uns knallhart vor Augen, wie schnell klimabedingte Katastrophen zunehmen. Von den verheerenden Erdrutschen in Nepal bis hin zu extremen Wetterbomben und Hitzeanomalien in Europa: Die Stabilität unserer gewohnten Jahreszeiten gehört immer mehr der Vergangenheit an.






