Das virale Mysterium

Schon mal durch die Website einer Schule gescrollt und gedacht: ‚Wait, tragen die Lehrerinnen da etwa Runway-Ready Drip?‘ Genau das passierte, als das Internet die Lehrerinnen der Ms Lam Montessori entdeckte. Ein Screenshot der Mitarbeiterinnen in knalligen Plissé-Kleidern in Himbeer- und Kobaltblau landete auf dem Williamsburg-Subreddit und dann auf X, wo er 3,5 Millionen Views abräumte. Die Leute sind lowkey ausgerastet und haben sich gefragt, warum das Personal einer Vorschule so eine High-End-Fashion-Energy hat.

Der Reality-Check

Stellt sich raus: Die Lehrerinnen tragen gar nicht die berühmte 'Pleats Please'-Linie von Issey Miyake. Stephanie Woo, die Leiterin der Schule, klärte die Situation aus Taiwan auf und erklärte, dass die Kleider eigentlich von einem japanischen Designer namens Yamasaki Takashi stammen. Sie sind eine deutlich budgetfreundlichere Option und kosten etwa ein Zehntel des Preises eines echten Miyake-Teils.

Woo teilte mit, dass die Uniformen seit 12 Jahren in ihren 14 Standorten in Taiwan und seit acht Jahren an ihren fünf Brooklyn-Standorten Standard sind. Ihre Mutter, die Gründerin der Schule, hat sie aus gutem Grund ausgewählt: Sie sind strapazierfähig, leicht zu waschen und behalten perfekt ihre Farbe – was ein absoluter W ist, wenn man mit Kindern im Alter von eins bis sechs arbeitet. Außerdem hilft es den Kleinen, ihre Lehrerinnen auf dem belebten Campus sofort zu erkennen.

Warum das wichtig ist

Abgesehen davon, dass es ikonisch aussieht, steckt eine Philosophie dahinter. Woo glaubt daran, Kinder mit ästhetischen Umgebungen zu umgeben, weil sie sich in der Entwicklungsphase des 'absorbierenden Geistes' befinden. Indem Schönheit ein Teil ihres Alltags wird, hoffen sie, eine natürliche Wertschätzung für die Welt um sie herum zu fördern. Auch wenn es also keine High Fashion ist: Die Intentionalität? Es gibt richtige Main-Character-Energy.