Eine Non-Profit-Organisation zu leiten ist immer ein Grind, aber für Meals on Wheels Jersey sieht das Ganze aktuell ziemlich düster aus. Die Orga versorgt aktuell etwa 100 Menschen an vier Tagen pro Woche, aber ihr wichtigster Benefit – die über 200 Freiwilligen – ist wegen der steigenden Spritpreise immer schwerer zu halten.
Sekretärin Maureen Bougeard sagt, dass der Recruiting-Prozess gegen eine Wand gelaufen ist. Sobald potenzielle Volunteers merken, dass sie die Spritkosten selbst tragen müssen, ghosten sie den Bewerbungsprozess.
„Sehr oft sagen Freiwillige: ‚Der Sprit wird einfach zu teuer‘“, so Bougeard. „Ich schicke dann die Infos raus, in denen steht, dass man das Auto auf eigene Kosten fährt, und danach höre ich nichts mehr von ihnen.“
Die Situation ist highkey schwierig, da der gesamte Betrieb ohne bezahlte Mitarbeiter läuft. Die meisten dieser Alltagshelden sind im Ruhestand, und während es manchen gut geht, leben andere von einer Grundrente. Trotz des finanziellen Drucks fahren sie weiterhin zweimal täglich über die Insel – das ist absolute Main Character Energy.
Die finanzielle Lage
Der Dienst erhält einen Zuschuss von 38.000 £ von der Jersey Community Foundation, um die Kosten bis 2027 zu decken. Dieses Geld fließt in die Mahlzeiten, die die Empfänger zum Selbstkostenpreis von 5 £ kaufen. Da die Inflation beim Benzin aber die Geldbeutel der Freiwilligen belastet, versucht die Orga nun, ihren Vertrag mit der Regierung neu zu verhandeln, damit der Betrieb weiterlaufen kann.
Warum das wichtig ist
Wenn die Lebenshaltungskosten steigen, trifft es nicht nur das eigene Budget – auch wichtige soziale Dienste spüren den Druck. Wenn Freiwillige sich den Sprit nicht mehr leisten können, verlieren bedürftige Menschen den Zugang zu warmem Essen. Das ist ein herber Rückschlag für die Community, und die Orga sucht jetzt händeringend nach einer Lösung, bevor ihnen die Helfer komplett ausgehen.




