Der Umbruch

Große News aus dem C-Level: Mattel bekommt einen neuen Boss. Roger Lynch, der bereits seit 2018 im Mattel-Board sitzt, übernimmt als neuer CEO und Chairman das Ruder. Er verlässt seinen aktuellen Job als CEO von Condé Nast, um den neuen Posten anzutreten. Der Wechsel geht schnell: Lynch übernimmt offiziell den Vorsitz am 2. Oktober und wird ab dem 2. November voll auf dem CEO-Stuhl sitzen.

Mike Perlis übernimmt bei Condé Nast interimsmäßig den CEO-Posten, während nach einem permanenten Nachfolger gesucht wird.

Der Abgang

Ynon Kreiz verabschiedet sich nach acht Jahren an der Spitze. Er wechselt als Co-CEO zu dem neu entstehenden Medien-Giganten – dem Zusammenschluss von Paramount, Skydance und Warner Bros. Discovery – und wird dort an der Seite des aktuellen Paramount-CEO und Chairman David Ellison arbeiten. Dieser Schritt folgt, nachdem Paramount eine große Hürde genommen hat: Die Beilegung einer Kartellrechtsklage durch Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten, die den Deal lowkey blockieren wollte.

Das Erbe

Kreiz verlässt das Unternehmen definitiv mit einem W in seiner Bilanz. Er war derjenige, der das Schiff durch das „Barbie“-Phänomen steuerte, das absolut rasiert hat und der umsatzstärkste Film des Jahres 2023 in den USA wurde. Unter seiner Führung hat das Unternehmen den Fokus auf ikonische Marken wie Hot Wheels massiv verstärkt und Fortschritte im Bereich Digital Gaming gemacht – etwa durch die vollständige Übernahme des Mattel163 Mobile Games Studios Anfang des Jahres.

Warum das wichtig ist

Für Investoren und Fans ist das ein bedeutender Pivot. Mattel muss nun beweisen, dass sie den Schwung auch ohne den Mann beibehalten können, der Barbie zu einem kulturellen Juggernaut gemacht hat. Da der Gaming-Sektor für Konkurrenten wie Hasbro eine riesige Einnahmequelle ist, wird Lynchs Fähigkeit, diese digitale Expansion auf Kurs zu halten, der wahre Test sein. Man sollte das Ganze im Auge behalten, um zu sehen, ob die Aktie ihre Energie behält.