Die Marktreaktion

Mattel hat gerade einen absoluten Main-Character-Moment. Die Aktie ist am Donnerstag um fast 20 % nach oben geschossen, nachdem das Wall Street Journal über eine mögliche Übernahme durch die Authentic Brands Group berichtet hat. Der Deal würde Mattel angeblich mit über 20 Dollar pro Aktie bewerten – ein solider Aufschlag, wenn man bedenkt, dass die Aktie heute noch knapp über 15 Dollar lag. Wir reden hier also von einem möglichen Bewertungsvolumen von 6 Milliarden Dollar.

Details zum Deal

Auch wenn die Zahlen bei den Investoren für Hype sorgen, sollte man die Erwartungen mal kurz im Zaum halten. Quellen bestätigten gegenüber CNBC, dass zwar Gespräche stattfinden, diese aber noch sehr vorläufig sind. Die Authentic Brands Group, die im Bereich Marken-Lizenzen ein riesiger Player ist, soll vor allem Interesse an Mattels massivem Katalog an Kinder-Entertainment-Marken haben. Bisher hält sich ein Mattel-Sprecher bedeckt und sagt, man kommentiere Marktspekulationen grundsätzlich nicht.

Der Führungswechsel

Diese Übernahme-News kommen direkt nach einem massiven Führungswechsel. Am Mittwoch gab Mattel bekannt, dass Condé Nast-CEO Roger Lynch als neuer CEO übernimmt. Lynch, der seit 2018 im Mattel-Board sitzt, löst Ynon Kreiz ab, der zu Paramount und Warner Bros. Discovery wechselt, um dort als Co-Leader zu agieren. Die Mattel-Aktie war gestern noch um 4 % gefallen, aber die heutigen Buyout-Gerüchte haben das Blatt komplett gewendet.

Warum das wichtig ist

Wenn ein Unternehmen Übernahmeinteresse weckt, ist das meistens ein Signal dafür, dass der Markt glaubt, der aktuelle Aktienkurs sei im Vergleich zum potenziellen Wert der Assets unterbewertet. Falls der Deal klappt, wäre das ein riesiger W für die Shareholder, aber weil die Gespräche noch so am Anfang stehen, bleibt die Story spannend.