Der Geldregen nimmt kein Ende

Falls ihr euch gefragt habt, warum in der City gerade alle ihren Main-Character-Moment haben: Es liegt an der massiven M&A-Welle, die gerade durchrollt. Londoner Investmentbanker und Anwälte haben dieses Jahr durch Übernahmen bereits über 1 Mrd. £ an Gebühren eingestrichen. Da die Börsengänge am britischen Markt aktuell eher mid sind, greifen ausländische Käufer – besonders aus den USA – zu und schnappen sich unterbewertete britische Firmen.

Die London Stock Exchange gibt an, dass das Volumen dieser Deals 2026 um 175 % auf 132,9 Mrd. £ gestiegen ist. JPMorgan hat bei den Banken das Sagen und beriet bei 14 großen Deals, während Slaughter and May bei der Rechtsberatung führte.

Die Bonus-Ära ist zurück

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als Boni gedeckelt waren? Die Regel wurde Ende 2023 gekippt. Jetzt hauen Firmen wie Goldman Sachs raus, dass Top-Performer bis zum 25-Fachen ihres Jahresgehalts kassieren können. Selbst Partner bei den "Magic Circle"-Kanzleien wie Linklaters und Clifford Chance verdienen über 2 Mio. £. Das ist schon echt heftig, besonders bei der Boutique-Bank Evercore, wo ein Senior Director mit saftigen 16,2 Mio. £ nach Hause ging.

Warum das wichtig ist

Während in der City die Champagnerkorken knallen, ist die Stimmung woanders echt im Keller. Gewerkschaften wie GMB und TUC sagen, was Sache ist: Es kommt absolut mies rüber, wenn Broker fette Boni einstreichen, während normale Leute mit den Lebenshaltungskosten kämpfen. Der TUC fordert eine Übergewinnsteuer für Banken, vor allem weil ebenjene Institute aktuell dafür lobbyieren, ihre Steuerlast vor dem Oktober-Budget von Andy Burnham und John Healey niedrig zu halten. Real talk: Das Land schaut genau hin, ob die Regierung die Menschen schützt oder lieber die Bilanzen der Finanzriesen.