Die Londoner Exodus-Welle

Real talk: Die London Stock Exchange (LSE) verliert gerade komplett ihre Main-Character-Energy. Dame Julia Hoggett, die Chefin der LSE, sagt, dass Großbritannien vor einem massiven Problem steht, da große Firmen ihre Sachen packen und für den nächsten Wachstumsschritt in die USA ziehen. Unternehmen wie Just Eat, Tui und Flutter haben den Sprung an Börsen in Amsterdam, Frankfurt oder New York schon gewagt und hinterlassen zu Hause eine ziemliche Lücke.

Dem Geld folgen

Die Zahlen zeigen, warum die Vibes gerade echt nicht stimmen. Letztes Jahr gab es an der LSE nur 23 Börsengänge (IPOs), die etwa 2,1 Milliarden Pfund einbrachten. Im Vergleich dazu hat der US-Markt komplett abgeliefert: Dort gab es 354 Börsengänge, die 44 Milliarden Dollar (33 Milliarden Pfund) generierten. Es liegt nicht daran, dass es in Großbritannien an Kapital oder guten Firmen mangelt, aber die Stimmung ist lowkey toxisch. Hoggett argumentiert, dass wir eine nationale Angewohnheit entwickelt haben, unseren eigenen Markt ständig schlechtzureden. Das führt dazu, dass Investoren ihr Geld lieber in „jeder Postleitzahl“ über dem großen Teich investieren, anstatt heimische Unternehmen zu unterstützen.

Die Lösung

Damit Unternehmen nicht einfach abhauen, drängt Hoggett die Regierung dazu, strukturelle Anreize zu schaffen. Ihre Wunschliste? Erstens: Die 0,5%-Steuer abschaffen, die Briten beim Kauf von britischen Aktien zahlen müssen – eine Gebühr, die es bei ausländischen Aktien gar nicht gibt. Zweitens: Steuergutschriften für inländische Investitionen wieder einführen, die es seit 2016 nicht mehr gibt. Die Confederation of British Industry stimmt dem zu und fordert eine leichtere Regulierung und besseres Marketing, um den Abfluss zu stoppen.

Warum das wichtig ist

Wenn Unternehmen ihre Aktien im Ausland listen, kassiert die britische Wirtschaft ein L. Das bedeutet weniger Steuereinnahmen und niedrigere Unternehmensbewertungen. Wenn die Regierung im Budget diesen Monat nicht mit einer Steuerreform gegensteuert, könnte die Abwanderung der Big Player die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens weiter zerstören.