Das Missverständnis
Real talk: Die Lage wurde extrem unübersichtlich, als die Staatsanwaltschaft von Eaton County behauptete, Larry Nassar sei aus dem Sexualstraftäter-Register von Michigan gestrichen worden. Sie posteten sogar einen Screenshot, der null Suchergebnisse für ihn anzeigte, und deuteten an, dass ein aktuelles Urteil des Supreme Court zum Gesetz über die Registrierung von Sexualstraftätern (Sora) seinen Namen aus dem System gelöscht habe. Das war heftige Desinformation und die Stimmung war für alle Beteiligten absolut lost.
Der Reality-Check
Am Freitag musste die Michigan State Police eingreifen und für Klarheit sorgen. Sie bestätigten, dass Nassar eigentlich nie in der Datenbank von Michigan gelistet war. Warum? Weil er aktuell seine Strafe in einem Bundesgefängnis in Pennsylvania absitzt. Nach dem Gesetz des Bundesstaates müssen Personen, die nicht in Michigan leben, arbeiten oder zur Schule gehen, nicht in diesem speziellen öffentlichen Register stehen. Falls er jemals nach Michigan zurückkehren sollte – was angesichts seines Strafmaßes in absehbarer Zeit nicht passieren wird – wäre er dort wieder gelistet.
Nach der Richtigstellung veröffentlichte die Behörde von Eaton County eine Entschuldigung und gab zu, dass ihnen trotz seiner Vorgeschichte nicht bewusst war, dass er von vornherein gar nicht registriert war.
Ein langer Weg
Nassar, der über Jahrzehnte hinweg Turnerinnen an der Michigan State University und beim Team USA missbraucht hat, verbüßt derzeit eine extrem lange Haftstrafe. Er wird voraussichtlich bis 2068 in Bundesgewahrsam bleiben, dann wäre er 104 Jahre alt. Während die Gesetzgeber in Michigan das jüngste Urteil des Supreme Court, das über 20.000 andere Personen aus dem Register entfernte, nicht rückgängig machen können, könnten sie potenziell neue Gesetze verabschieden, um die Lücken in der Datenbank zu schließen.
Warum das wichtig ist
Für die Überlebenden von Nassars Missbrauch – darunter Olympia-Ikonen wie Simone Biles und Aly Raisman – ist die Korrektheit seines Status essenziell. Wenn öffentliche Behörden bei den Fakten versagen, fügt das einer Community, die ohnehin schon genug durchmachen muss, unnötiges Trauma zu.
Wenn du oder jemand, den du kennst, von sexueller Gewalt betroffen ist, gibt es Hilfe. In den USA kannst du RAINN unter 800-656-4673 kontaktieren.






