Der Crash, der alles erschütterte
Beim Großen Preis von Aserbaidschan stimmte an diesem Samstag so gar nichts. Während eines chaotischen Restarts nach der Safety-Car-Phase ging Alpine-Pilot Franco Colapinto viel zu aggressiv in die erste Kurve. Er verbremste sich, krachte in seinen Teamkollegen Pierre Gasly und löste damit eine Kettenreaktion aus, in die auch Lando Norris verwickelt wurde. Für alle drei war das Rennen sofort vorbei.
Norris nahm danach kein Blatt vor den Mund. Er sagte gegenüber Reportern: „Ehrlich gesagt gibt es einige Fahrer, die nichts in der Formel 1 zu suchen haben.“ Er forderte sogar, dass ein solcher Restart-Crash eine Sperre für ein Rennen nach sich ziehen sollte. Fakt ist: Norris war absolut nicht auf Kuschelkurs mit seinen Konkurrenten.
Das Internet dreht durch
Nach seinen Aussagen wurde Norris zum neuesten Ziel einer heftigen Welle von Online-Hass, die offenbar aus dem Umfeld von Colapintos Fangemeinde stammt. Alpine musste ein offizielles Statement veröffentlichen, weil die Belästigungen völlig aus dem Ruder laufen. Das Team stellte klar, dass sie gemeinsam mit der FIA und dem Rest der F1-Community gegen diesen Hass vorgehen.
Das ist nicht einmal das erste Mal in dieser Saison. Gasly, Yuki Tsunoda und Esteban Ocon wurden bereits Opfer von massivem Trolling, einige erhielten sogar Morddrohungen. Flavio Briatore von Alpine hat so die Nase voll, dass er damit drohte, argentinischen Medien den Zugang zum Team zu verweigern, falls sich deren Fans nicht benehmen können. Das ist einfach nur peinlich.




