Früher war es ein Vibe, eine Kneipe zu betreiben, aber mittlerweile stimmen für viele Wirte die Zahlen hinten und vorne nicht mehr. Patrick Hughes, der 66-jährige Wirt vom 'The Royal Mail Cart' in Spalding, hat seinen Mietvertrag nach nur einem Jahr gekündigt – ein absoluter Realitätscheck für das Gastgewerbe.
Die Gewinnmargen machen sich aus dem Staub
Patrick musste jede einzelne Woche 12.000 £ Umsatz machen, damit das Geschäft profitabel blieb. Zwar gab es Wochen, in denen die Zahlen okay aussahen, aber oft blieb er bei etwa 8.000 £ hängen. Als dann direkt vor seiner Tür Baustellen begannen, blieb die Kundschaft weg und der Umsatz nahm einen massiven L mit.
Real Talk: Er macht einen „perfekten Sturm“ für die Schließung verantwortlich:
- Energie- und Lohnkosten: Die Kosten schießen komplett durch die Decke.
- Verändertes Verhalten: Die Leute bleiben lowkey lieber zu Hause, streamen Serien und holen sich günstigen Alkohol aus dem Supermarkt.
- Der Baustellen-Effekt: Große Bauprojekte in der Umgebung haben ihm effektiv die Kundschaft abgeschnitten.
Die Daten sind krass
Das ist nicht nur ein Einzelfall; die gesamte Branche kämpft. In Lincolnshire schlossen zwischen 2009 und 2025 ganze 27 % aller Pubs. In Spalding liegt die Schließungsrate bei schockierenden 53 % – das ist highkey weit über dem englischen Durchschnitt von 19 %.
Gibt es Hoffnung?
Obwohl die Regierung ab April 2027 eine Senkung der Gewerbesteuer um 20 % für Pubs und Musikveranstaltungsorte plant, fordern Experten mehr. Emma McClarkin OBE, Geschäftsführerin der British Beer and Pub Association, sagt, dass wir jeden Tag etwa eine Kneipe verlieren – ein riesiges L für alle. Sie drängt auf eine dauerhafte Haushaltslösung und einen Stopp der Biersteuererhöhung, damit die Läden offen bleiben können.
Einige Locals wollen noch nicht aufgeben. In Surfleet Seas End versucht eine Gruppe namens 'The Shipmates', 600.000 £ zu sammeln, um ihren lokalen Pub, 'The Ship Inn', zu retten. Das zeigt: Der Community-Wille ist da, wenn das Geschäftsmodell nur die Fixkosten überlebt.
Warum das wichtig ist
Wenn diese Läden dichtmachen, verschwindet nicht nur ein Ort für ein Feierabendbier – es geht ein Stück lokale Kultur und wirtschaftliche Lebensader verloren. Solange die Preisspanne zwischen Supermarktregal und Zapfhahn nicht ausgeglichen wird, macht die Rechnung für Kleinunternehmer einfach keinen Sinn.






