Gouverneurin Kathy Hochul schaltet sich offiziell in den Streit ein, nachdem der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu schwere Anschuldigungen gegen Bürgermeister Zohran Mamdani erhoben hat. In einem aktuellen Interview auf WNYC machte Hochul deutlich, dass sie absolut nicht mit den Aussagen des Premiers einverstanden ist und warf ihm vor, schlichtweg über den Bürgermeister zu lügen.

Das Drama nimmt seinen Lauf

Anfang der Woche veröffentlichte Netanyahu eine Videobotschaft, in der er Mamdani scharf attackierte. Er behauptete, der Bürgermeister würde die „Terror-Monster der Hamas unterstützen“ und „Ausschreitungen gegen New Yorker Juden anstacheln“. Die Stimmung ist extrem angespannt, besonders da Netanyahu heute eine wichtige Rede vor der UN-Generalversammlung hält.

Gouverneurin Hochul lässt das nicht auf sich sitzen. Sie konterte: „Der Bürgermeister hat nie gesagt, dass er die Hamas unterstützt. Er hat sie als Terrororganisation bezeichnet – genau das Gegenteil von dem, was Netanyahu gerade behauptet hat.“ Sie hielt sich nicht zurück und fügte hinzu, dass der Premier durch das Verbreiten solcher Behauptungen „seiner eigenen Glaubwürdigkeit geschadet“ habe.

Lokale Spannungen

Auch wenn Hochul ihre eigene starke Unterstützung für Israel betonte – und klarstellte, dass die Gräueltaten vom 7. Oktober 2023 niemals vergessen werden dürfen – hält sie fest zu Bürgermeister Mamdani. Die beiden stehen sich seit seinem Amtsantritt im Januar nahe; Hochul hat sogar Milliarden an staatlichen Hilfen bewilligt, um den Stadthaushalt auszugleichen, und Mamdani unterstützt ihre Wiederwahl.

Aber mal ehrlich: Das Verhältnis zwischen Mamdani und Teilen der jüdischen Community in NYC ist schon seit Längerem angespannt. Der Bürgermeister ist ein lautstarker Kritiker Israels, unterstützt die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) und ist der jährlichen „Salute to Israel“-Parade ferngeblieben. Zu Beginn seiner Amtszeit kippte er zudem Exekutivanordnungen des ehemaligen Bürgermeisters Eric Adams, die die Definition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance nutzten. Trotz alledem betont Mamdani immer wieder, dass er Null Toleranz für Hass habe und gegen den Anstieg von Hassverbrechen in der Stadt vorgehe.

Warum das wichtig ist

Das ist ein herber Rückschlag für die diplomatischen Beziehungen zwischen der Stadt und der israelischen Regierung. Wenn Spitzenpolitiker öffentlich internationale Persönlichkeiten des Lügens bezichtigen, ist die Stimmung für alle Beteiligten komplett im Eimer. Es zeigt wieder einmal, dass lokale Politik und globale Konflikte lowkey aufeinanderprallen – auf eine Weise, die man einfach nicht mehr ignorieren kann.