Eine belastende Vergangenheit
Es ist heftig, mal ganz ehrlich. John Boyega, der Star aus Star Wars und Attack the Block, zeigt sich in einer neuen BBC Two-Dokumentation von seiner verletzlichen Seite. Das Projekt beleuchtet den Mord an seinem Jugendfreund, dem 10-jährigen Damilola Taylor, im Jahr 2000. Im November 2000 wurde Damilola auf dem Heimweg von einer AG in Peckham, Südlondon, mit einer zerbrochenen Flasche ins Bein gestochen. Er verblutete in einem Treppenhaus.
Boyega war damals erst acht Jahre alt und einer der Letzten, die Damilola lebend sahen. Die beiden waren eng befreundet, nachdem Damilola aus Nigeria nach Großbritannien gezogen war und sie sich in der Grundschule kennengelernt hatten. In der Doku blickt der 34-jährige Schauspieler darauf zurück, wie das Trauma dieses Tages – die Erkenntnis, dass Kindern schlimme Dinge zustoßen können – ihn nachts wach hielt und sein Sicherheitsgefühl komplett verändert hat.
Aufwachsen im Schatten des Verlusts
Boyega gibt zu, dass er als Kind dachte, dass nur alte Menschen sterben. Nach der Tragödie verbrachte er viel Zeit in seinem Zimmer und hatte das Gefühl, dass die Welt kein sicherer Ort mehr sei. Seine Eltern sahen das wohl ähnlich und schickten ihn schließlich auf eine weiter entfernte Schule in Westminster, um ihn aus seinem gewohnten Umfeld herauszuholen.
Es war nicht nur eine harte Zeit für die Familie, sondern auch ein riesiges Versagen der Justiz. Die Gerichtsverfahren dauerten sechs Jahre, kosteten 16 Millionen Pfund und waren geprägt von gescheiterten Prozessen und kontroversen Fehlern der Polizei. Es ist echt frustrierend, wenn man hört, wie die Ermittlungen liefen, vor allem, weil man weiß, dass es eine Chance für echte systemische Veränderungen gegeben hätte, die aber vertan wurde.
Warum das wichtig ist
Boyega, der inzwischen selbst Vater ist, sagt, er wolle seinem Kind die Doku eines Tages zeigen, damit es die Realität seiner Herkunft versteht. Er sieht Damilolas Lebensweise als eine riesige Inspiration für seinen eigenen Karriereerfolg. Es ist eine eindringliche Erinnerung daran, das Leben, das man hat, zu schätzen, denn wie Boyega sagt: Gefahr interessiert sich nicht dafür, wer man ist oder in welchen Filmen man mitgespielt hat. Die wichtigste Message? Sei dankbar für jeden Tag, an dem du aufwachst und hier bist. Bleibt sicher, Leute.






