Die Lage vor Ort

Istanbul hat aktuell mit extrem heftigem Wetter zu kämpfen. Laut dem Gouverneur der Stadt wurde die Region gerade vom stärksten Regen seit 84 Jahren getroffen. Es fühlt sich ehrlich gesagt an wie in einem Katastrophenfilm und ist ziemlich beängstigend.

Die menschlichen Opfer

Tragischerweise hat die Flut bereits zwei Menschenleben gefordert. Ein 14-jähriger Junge starb durch einen Stromschlag, nachdem er in eine Pfütze getreten war, und ein 34-jähriger Mann kam ums Leben, nachdem er auf einer Straße ausgerutscht war und mit dem Kopf aufgeschlagen hatte. Das Büro des Gouverneurs untersucht derzeit die Umstände des Todes des Jugendlichen.

Sicherheit geht vor

Der Gouverneur von Istanbul, Davut Gül, bittet alle, zu Hause zu bleiben, außer es ist ein absoluter Notfall. Der stellvertretende Bürgermeister Nuri Aslan bestätigte, dass fast 600 Menschen gerettet werden mussten, nachdem sie von den steigenden Wassermassen eingeschlossen wurden. Die Stadt hat über 8.000 Einsatzkräfte vor Ort, die versuchen, das Chaos in den Griff zu bekommen.

Schulen in der ganzen Stadt bleiben bis Freitag geschlossen. Zudem wurde für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die schwanger sind, eine Behinderung haben oder kleine Kinder betreuen, administrativer Urlaub gewährt, um die Straßen zu entlasten. Auch der Flugverkehr ist komplett im Ausnahmezustand: 46 Maschinen konnten an den Flughäfen in Istanbul nicht landen.

Warum das wichtig ist

Da bei diesem einen Ereignis ein Siebtel der durchschnittlichen jährlichen Regenmenge gefallen ist, stößt die Infrastruktur eindeutig an ihre Grenzen. Flüsse sind über die Ufer getreten und Straßen sind eingebrochen, was Millionen von Menschen betrifft. Wenn ihr in der Gegend seid, befolgt bitte unbedingt die Anweisungen vor Ort und passt auf euch auf – geht kein unnötiges Risiko ein.