Der Shift zum Secondhand
Ikea macht große Moves, um sich seinen Platz in der boomenden Resale-Economy zu sichern. Das Unternehmen hat angekündigt, einen Online-Ankaufservice zu testen, bei dem man ungenutzte Möbel gegen Store-Gutscheine eintauschen kann. Dieses digitale Update startet bis Ende Dezember in Spanien und Portugal – bei einem erfolgreichen Pilotprojekt könnte ein Rollout in UK folgen.
Real talk: Die Art, wie wir unsere Apartments einrichten, wandelt sich gerade komplett. Da Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und der "Pre-loved"-Vibe sowieso die ganze Zeit präsent ist, passt sich Ikea an. Greg Lucas, Sustainability Manager bei Ikea UK und Irland, merkte an, dass Secondhand-Shopping offiziell vom Nischen-Hobby zum Mainstream geworden ist.
Kampf gegen die Big Player
Dieser Move kommt zeitgleich mit dem UK-Start von Ikeas neuem Peer-to-Peer-Marktplatz, der quasi die direkte Antwort des Unternehmens auf Plattformen wie Vinted und eBay ist. Über diese Seite können Mitglieder Items wie Kallax-Regale oder Malm-Kommoden direkt untereinander kaufen und verkaufen.
Obwohl der Service zum Launch kostenlos ist, planen sie später eine „Käuferschutzgebühr“ von 5 % einzuführen. Um es für Verkäufer lowkey einfacher zu machen, bietet Ikea vorausgefüllte Produktbeschreibungen und Preisvorschläge. Außerdem gibt es einen 15 % Bonus auf den Verkaufspreis, wenn man sich den Betrag als Ikea-Gutschein statt in bar auszahlen lässt. Das ist einfach smartes Business.
Warum das wichtig ist
Die Rechnung geht auf: Der Markt für gebrauchte Wohnartikel in Großbritannien ist über 4,5 Milliarden Pfund schwer und wächst jährlich um etwa 6,5 %. Da erwartet wird, dass gebrauchte Artikel bis nächstes Jahr 16 % des britischen Wohnartikelmarktes ausmachen, will Ikea verhindern, dass ihnen die Resale-Action, die aktuell auf Drittanbieter-Seiten stattfindet, durch die Lappen geht. Da der Einzelhandel einen massiven Wandel durchlebt, setzen sie darauf, dass wir unsere Geschäfte lieber innerhalb ihres Ökosystems abwickeln.






