Ein heftiger Sturm im Pazifik
Hurrikan Polo wirbelt derzeit vor der Küste Mexikos. Obwohl er leicht von Kategorie 5 auf Kategorie 4 herabgestuft wurde, bezeichnen Experten des US National Hurricane Center ihn weiterhin als „sehr mächtig“. Ein Hurricane-Hunter-Flugzeug flog kürzlich direkt in den Sturm und maß anhaltende Windgeschwindigkeiten von knapp 290 km/h.
Obwohl Polo einer der stärksten Stürme der Saison ist, wird aktuell kein direkter Landfall erwartet. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Küste sicher ist. Der langsam ziehende Hurrikan bringt heftige Regenfälle und gefährliche Bedingungen in die Region. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum mahnte die Anwohner zur Vorsicht und nannte speziell die Bundesstaaten Jalisco, Colima und Michoacán als gefährdete Gebiete.
Die El-Niño-Verbindung
Die enorme Energie des Sturms wird durch ungewöhnlich warmes Ozeanwasser zusätzlich befeuert. Wissenschaftler bringen dies mit dem aktuellen El-Niño-Klimaphänomen in Verbindung, das in diesem Monat eine Rekordstärke erreicht hat. Da die Bedingungen so günstig für den Sturm sind, warnen Experten, dass Polos Intensität schwanken könnte – er bleibt also eine ernsthafte Bedrohung für die Küstenregionen.
Anwohner nahe der Pazifikküste sollten sich auf starke Regenfälle einstellen; stellenweise sind bis zu 20 Zentimeter Regen möglich. Abgesehen vom Regen sorgt der Sturm für gewaltige Dünungen, die zu gefährlichen Bedingungen an der Küste führen. Für Teile der Südwestküste bleiben Tropensturmwarnungen in Kraft, während der Sturm weiter nach Nordwesten zieht.
Warum das wichtig ist
Abgesehen von der unmittelbaren Gefahr durch Wind und Überschwemmungen verdeutlicht Hurrikan Polo, wie rekordwarme Meerestemperaturen – angetrieben durch El Niño – saisonale Stürme in hochintensive Bedrohungen verwandeln können. Das macht die Sicherheit an den Küsten unvorhersehbarer als je zuvor.






