Wir alle kennen das: Du wachst auf, dein Kopf dröhnt, und dann beginnt der gefürchtete Scroll durch deine DMs. Hast du etwas Komisches gesagt? Hast du dich komplett zum Löffel gemacht? Dieses dezente Gefühl des Untergangs ist so real, dass es sogar einen Namen hat: Hangxiety. Eleanor Tobin, 25, sagt, es erwischt sie hart, besonders nach einem wilden Wochenende. „Es ist dieses nagende Gefühl der Angst“, sagt sie. „Ich weiß, dass die Panik in alles einsickern wird, was ich heute tue.“ Es ist eine absolute Abwärtsspirale, und ganz ehrlich? Es spielt sich nicht nur in deinem Kopf ab. ## Die Wissenschaft hinter der Spirale Laut Celia Morgan, Professorin für Psychopharmakologie an der University of Exeter, bringt Alkohol zwei wichtige chemische Botenstoffe in deinem Gehirn durcheinander: GABA und Glutamat. GABA ist wie das Bremssystem deines Gehirns, während Glutamat dich wach und aufmerksam hält. Alkohol drückt bei GABA aufs Gas – wodurch du dich entspannt und unbeschwert fühlst – während er Glutamat unterdrückt. Wenn die Wirkung des Alkohols nachlässt, versucht dein Gehirn, das Gleichgewicht wiederherzustellen, was dazu führt, dass dein Nervensystem überkompensiert und in den Alarmmodus schaltet. Das ist die Biologie hinter der Panik. ## Bist du allein damit? Tacheles: Manche Leute erwischt es schlimmer als andere. Forschungsergebnisse legen nahe, dass Menschen, die von Natur aus schüchtern sind, anfälliger für Hangxiety sein könnten. Alkohol hilft zwar, diese sozialen Nerven in dem Moment zu beruhigen, aber der „Rebound“-Effekt am nächsten Tag kann für schüchterne Trinker deutlich intensiver sein. Außerdem ist deine Schlafqualität komplett am Ende. Selbst wenn du acht Stunden durchgepennt hast, stört Alkohol den REM-Schlaf, den du zur Regulierung deiner Emotionen brauchst. Dr. Alanna Hare, Präsidentin der British Sleep Society, merkt an, dass ein müdes Gehirn deutlich anfälliger für Sorgen ist. ## Tipps gegen den Kater-Blues Wenn du mitten im Sonntags-Grauen feststeckst, raten Forscher, dir bewusst zu machen, dass die Angst nur vorübergehend ist. Es ist einfach deine Chemie, die versucht, sich neu zu kalibrieren – kein Beweis dafür, dass du deinen Ruf permanent ruiniert hast. Wenn du wirklich zu kämpfen hast, versuch nicht, da allein durchzugehen. Andrew Misell, Direktor von Alcohol Change UK, empfiehlt, mit einem Freund zu sprechen oder einen Hausarzt aufzusuchen, wenn sich der Stress unerträglich anfühlt. Pro-Tipp: Wasser zwischen den Drinks und etwas zu essen während des Abends kann helfen, aber seien wir ehrlich: Achtsamkeit beim Trinken ist die einzige wirkliche Lösung. ## Warum das wichtig ist Das Verständnis der Wissenschaft hinter Hangxiety kann dir helfen, deine Gedanken am Morgen danach neu zu bewerten. Wenn du es als körperliche Reaktion erkennst – anstatt als Spiegelbild deines Soziallebens –, hilft dir das, geerdet zu bleiben, wenn die Vibes mal wieder komplett off sind.