Die Lage

Real Talk: Die GOP kommt gerade ordentlich ins Schwitzen. In einem internen Meeting an diesem Mittwoch hat Senator Tim Scott, Chef des National Republican Senatorial Committee, absolut nichts beschönigt. Er machte seinen Kollegen klar, dass die Partei in einem „Kampf ums Überleben“ steckt, während sie auf eine ganze Reihe von extrem knappen Rennen blickt.

Da die Midterms in nur sechs Wochen anstehen, steigt der Druck. Die Republikaner jonglieren gerade damit, ihre knappe Mehrheit im Senat zu verteidigen, während sie gegen starken politischen Gegenwind kämpfen – darunter die aktuellen Approval-Ratings von Präsident Trump sowie der Frust der Wähler über die Inflation und den anhaltenden Krieg im Iran.

Der Weg nach vorne

Wie wollen sie den Laden also zusammenhalten? Das NRSC verlagert den Fokus jetzt komplett auf die kritischsten Battleground-States. Sie spielen Defensive in Maine, Texas, Ohio, Iowa und Alaska, während sie gleichzeitig versuchen, Sitze in New Hampshire und Michigan zu flippen.

Scott verwies auf die Midterms 2022 als mögliche Blaupause und betonte, dass die Partei selbst in einem schwierigen Umfeld noch einen Sieg rausholen könne. Außerdem wollen sie ein aktuelles Urteil des Supreme Court nutzen, das es Gruppen wie dem NRSC erlaubt, freier und koordiniert mit ihren Kandidaten Geld auszugeben.

Der Überblick

  • Maine: Senatorin Susan Collins kämpft um eine sechste Amtszeit in einem Bundesstaat, der politisch immer blauer wird.
  • North Carolina: Da Senator Thom Tillis in Rente geht, machen die Demokraten mit Roy Cooper ordentlich Druck; er liegt in den Umfragen aktuell vor Michael Whatley.
  • Georgia: Senator Jon Ossoff liegt in den Umfragen derzeit vor dem Abgeordneten Mike Collins, und es gibt Gerüchte, dass die GOP die Mittel für dieses Rennen kürzen könnte, um sie anderswo einzusetzen.
  • Minnesota: Die Lage zwischen Vizegouverneurin Peggy Flanagan und der ehemaligen Sportreporterin Michele Tafoya ist absolut eng.

Warum das wichtig ist

Aktuell hält die GOP eine 53-zu-47-Mehrheit. Sie können es sich leisten, drei Sitze zu verlieren und trotzdem die Kontrolle zu behalten, dank der Macht von Vizepräsident JD Vance, bei Stimmengleichheit den Ausschlag zu geben. Sollten sie mehr verlieren, kippt das Machtgefüge komplett. Für euch bedeutet das: Die nächsten sechs Wochen werden ein totaler Blitzkrieg aus Wahlwerbung und aggressiven Ausgaben, während beide Parteien versuchen, im Senat die Oberhand zu gewinnen.