Eine unvergessliche Nacht

Die ersten Freyas – besser bekannt als Nordic Film and TV Awards – gingen gerade in der Finlandia Hall in Helsinki über die Bühne, und ganz ehrlich, die Stimmung war einfach immaculate. Der Horrorfilm Nightborn der finnischen Regisseurin Hanna Bergholm, in dem der ikonische Rupert Grint die Hauptrolle spielt, hat komplett abgeliefert und die Trophäe für den besten Film mit nach Hause genommen.

Aber das Drama endete hier nicht. The Danish Woman holte sich den Titel als beste nordische Serie, und Hauptdarstellerin Trine Dyrholm schnappte sich den Preis als beste nordische Schauspielerin in einer Serie. Die französisch-dänische Produzentin Marianne Slot nutzte ihre Dankesrede, um Tacheles zu reden, und warnte davor, dass KI lowkey eine Bedrohung für originelles Storytelling darstellt. Wir müssen die Kunst schützen, no cap.

Der Kreis der Gewinner

Es ging aber nicht nur um Serien. Der schwedische Schauspieler Fares Fares gewann für seine Rolle in Archipelago und betonte, dass diese Preisverleihung längst überfällig war. Er ist highkey bereit, mehr Austausch zwischen schwedischem, finnischem, isländischem und estnischem Kino zu sehen. Der isländische Schauspieler Ólafur Darri Ólafsson nahm ebenfalls einen Schauspielpreis für Reykjavik Fusion mit nach Hause.

Weitere wichtige Auszeichnungen gingen an:

  • Valkyrie Award: Isländische Schauspielerin Ebba Katrín Finnsdóttir für Hildur.
  • Nordic Impact Award: Die Doku The Secret Reading Club of Kabul, unter der Regie von Shakiba Adil und Elina Hirvonen, die den Kampf von Frauen gegen brutale Regime beleuchtet.
  • Local Nordic Hero Award: Finnische Schauspielerin Laura Birn, die man vielleicht aus Foundation kennt.
  • Icebreaker Award: Norwegische Schauspielerin Thea Sofie Loch Næss.

Legenden am Start

Der schwedische Filmemacher Lasse Hallström ergatterte den Falcon Award, während seine Frau, Schauspielerin Lena Olin, den Goddess Award mit nach Hause nahm. Olin blieb sympathisch und authentisch, erwähnte ihren Hund namens Bradley Cooper und reflektierte darüber, wie weit die nordische Filmindustrie auf der globalen Bühne gekommen ist. Gastgeber Pekka Strang sorgte für Lacher und scherzte, dass die legendäre Ästhetik des „Nordic Noir“ für sie eigentlich nur ihr ganz normaler Alltag sei.

Warum das wichtig ist

Die Freyas sind mehr als nur ein weiteres Regal für Trophäen; sie sind ein notwendiger Zusammenschluss für nordische Filmemacher, um sich gegenseitig zu pushen und ihre einzigartigen Stimmen auf einem globalen Markt zu behaupten, der von großen Studios und KI-generierten Inhalten dominiert wird. Real talk: Es war höchste Zeit, dass sie ihre eigene Bühne bekommen.