Die geplante Neuerung
Mal ganz im Ernst: Frankreich plant einige krasse Veränderungen für die Krypto-Community. Der Finanzausschuss der Nationalversammlung hat vor Kurzem zwei Vorschläge unterstützt, die dein Portfolio beeinflussen könnten, falls du in Frankreich steuerpflichtig bist. Erstens wollen sie Krypto-Anleger zur Kasse bitten, wenn sie in Stablecoins tauschen – also Token, die an den Dollar oder Euro gekoppelt sind. Das Ganze soll ab dem 1. Januar 2027 gelten. Aktuell triggert der Tausch von Bitcoin in einen Stablecoin noch keine Steuer, da der Staat das erst beim Cash-out in Fiat-Währung checkt. Die geplante Regelung würde diese Swaps als Verkäufe werten und damit eine Lücke im Gesetz schließen.
Exit-Steuer und Verlustverrechnung
Das wirkt schon sehr kontrollierend. Der Ausschuss hat außerdem eine „Exit-Tax“ für wohlhabende Krypto-Anleger befürwortet, die ins Ausland ziehen. Wenn dein gesamtes Krypto-Portfolio über 800.000 Euro liegt und du in den letzten zehn Jahren sechs Jahre lang in Frankreich gemeldet warst, könntest du bei deinem Wegzug auf nicht realisierte Gewinne zur Kasse gebeten werden. Auf der anderen Seite gibt es auch einen W für Investoren: Ein Vorschlag von Daniel Labaronne wurde angenommen, der es endlich erlauben würde, Krypto-Verluste über 10 Jahre vorzutragen, um sie mit zukünftigen Gewinnen zu verrechnen. Das ist lowkey ein riesiger Win für alle, die während der Markt-Dips rekt gegangen sind.
Das Drama
Bevor du jetzt in Panik gerätst und alles verkaufst: Diese Maßnahmen sind noch kein Gesetz. In einer chaotischen Wendung hat der Ausschuss am Freitag den kompletten Einnahmenteil des Haushalts mit 31 zu 3 Stimmen abgelehnt. Das bedeutet, dass die Nationalversammlung zum ursprünglichen Text der Regierung zurückkehrt und diese Krypto-Änderungen erst einmal vom Tisch sind. Unterstützer müssten diese Vorschläge neu einbringen, wenn die Debatte im Parlament am 13. Oktober startet.
Warum das wichtig ist
Krypto wird von Regulierungsbehörden immer mehr wie klassische Finanzanlagen behandelt. Sollten diese Regeln irgendwann durchkommen, wäre das ein großer Shift hin dazu, Stablecoins als steuerpflichtige Exit-Rampen und Krypto-Assets als vergleichbar mit Aktien zu betrachten. Wie immer ist das hier keine Finanzberatung – bleib informiert, halte dein Cold Storage sicher und behalte im Auge, wie sich diese politischen Vibes entwickeln.






