Ein heftiger Vertrauensbruch

Diese Woche gibt es beim Department of Energy (DOE) absolut unangenehme Vibes. Ashton Hamed Ellaboudy, ein 51-jähriger Elektroingenieur aus Richland, Washington, wurde am Donnerstag vom FBI in Gewahrsam genommen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm schwerwiegende Taten vor: Er soll die Huthi-Rebellen – eine vom Iran unterstützte Gruppe, die von den USA als ausländische Terrororganisation eingestuft wird – materiell unterstützt haben.

Der Deep Dive

Den Behörden zufolge war das kein bloßes Gerede. Ermittler sollen Ellaboudy dabei ertappt haben, wie er Vorläuferchemikalien wie Aceton und Natriumbisulfat kaufte – beides Stoffe, die typischerweise für den Bau von improvisierten Sprengsätzen verwendet werden. Obendrein soll er Teile für Drohnen organisiert und die Gruppe dabei beraten haben, wie sie ihre Kommunikationstechnik auf ein neues Level bringen können.

Das Drama ging noch weiter. Ellaboudy soll im vergangenen September in den Jemen gereist sein, mitten in einen brutalen Konflikt, der tausende Menschen in die Flucht getrieben hat. Als er versuchte, in die USA zurückzukehren, erzählte er den Grenzbeamten angeblich eine wilde Story: Er käme gerade von einer geheimen Dienstreise aus dem Oman zurück, wo er Raketenabwehrsysteme geprüft hätte. Die Sache fliegt auf, weil sein tatsächlicher Vorgesetzter im Energieministerium absolut nichts von so einer Mission wusste. In aufgezeichneten Gesprächen mit FBI-Informanten soll Ellaboudy zugegeben haben, dass er heimlich ins Land geschleust wurde, um hochrangige Kontakte zu den Huthis zu knüpfen.

Warum das wichtig ist

John Eisenberg, Assistant Attorney General der National Security Division, erklärte: „Diese Vorwürfe sind so zutiefst verstörend, dass sie fast die Vorstellungskraft übersteigen.“ Ellaboudy steht heute sein erster Gerichtstermin bevor. Es ist ein massiver L für die nationale Sicherheit und eine Erinnerung daran, wie Sicherheitsfreigaben auf höchster Ebene komplett missbraucht werden können. Die rechtlichen Konsequenzen fangen gerade erst an.