Das Ganze ist lowkey ein massives Versagen des Systems. Ein 40-jähriger kenianischer Geschäftsmann verstarb am 5. Oktober an Ebola, nachdem er zuvor mehrere Provinzen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Uganda durchquert hatte, bevor er schwer krank in Nairobi ankam. Mal ganz ehrlich: Dass er bei mehreren medizinischen Einrichtungen und verschiedenen Flughafen-Screenings nicht erkannt wurde, ist echt besorgniserregend für die regionale Biosicherheit.

Wie es dazu kam

Nachdem der Mann sieben Jahre in der DRK gelebt hatte, zeigten sich ab dem 15. September erste Symptome. Obwohl er lokale Kliniken aufsuchte, wurde er zunächst falsch mit einer Hautinfektion diagnostiziert und nach Hause geschickt. Er suchte über 10 Tage lang in Kisangani nach Hilfe, bevor er schließlich nach Beni flog und am 1. Oktober nach Uganda einreiste.

Am 3. Oktober erreichte er Nairobi, wo ein Verwandter ihn in ein Privatkrankenhaus brachte. Erst dort bestätigten Labortests, dass es sich um die Ebola-Art Bundibugyo handelte.

Die Lücke in der Kontrolle

Dr. Wessam Mankoula vom Africa CDC erklärte, man untersuche noch, warum das Screening versagt hat – es ist möglich, dass seine Medikamente das Fieber während der Flughafenkontrollen unterdrückt haben oder er in dem Moment einfach kein Fieber hatte. Wie dem auch sei: Die Abhängigkeit von einfachen Temperaturmessungen sieht schwer nach einem großen L aus.

Aktuell befinden sich in Nairobi 66 potenzielle Kontaktpersonen in Quarantäne, und Gesundheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran, jeden ausfindig zu machen, mit dem er auf seiner Route Kontakt hatte.

Warum das wichtig ist

Dieser Vorfall verdeutlicht, wie fragil Eindämmungsmaßnahmen an entlegenen Grenzen und bei anhaltender Stigmatisierung sind. Da in Teilen der DRK immer noch massiv Falschinformationen über Ebola verbreitet werden, ist es ein echter Struggle, die Leute dazu zu bringen, Symptome zu melden. Fazit: Symptome frühzeitig zu erkennen ist der einzige Weg, die Ausbreitung zu stoppen, aber die aktuellen Systeme brauchen dringend ein massives Upgrade, damit die Lage nicht noch weiter eskaliert.