Die Social Security steht vor einem massiven Rechenproblem. Weil immer mehr Menschen in Rente gehen und weniger Arbeitnehmer einzahlen, gibt das Programm mehr aus, als es einnimmt. Wenn der Kongress nicht eingreift, wird der Rentenfonds voraussichtlich bis 2032 leer sein – das könnte Rentenkürzungen von bis zu 22 % zur Folge haben.

Das Dilemma mit der Steuererhöhung

Eine vorgeschlagene Lösung ist die Anhebung der aktuellen 12,4 % Lohnsteuer auf 17 %. Auch wenn das Programm damit theoretisch finanziert wäre, hat das Ganze einen heftigen Preis. Laut dem Cato Institute müsste ein Durchschnittsverdiener mit 62.000 $ Jahreseinkommen jährlich mit einer zusätzlichen Steuerlast von 2.600 $ bis 3.000 $ rechnen. Romina Boccia, Direktorin für Budget- und Sozialpolitik bei Cato, nennt das "finanziell unmöglich" für die meisten Menschen, vor allem weil viele Amerikaner nicht einmal 400 $ Notgroschen auf der hohen Kante haben.

Mögliche Alternativen

Da eine allgemeine Steuererhöhung extrem unpopulär ist, suchen Politiker nach anderen Wegen. Eine Option wäre, die Beitragsbemessungsgrenze, die aktuell bei 184.500 $ liegt, anzuheben. Die Idee stößt auf parteiübergreifende Unterstützung, unter anderem von den Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Moreno. Die Hoffnung dabei: Durch die gezielte Besteuerung von Top-Verdienern könnte das System stabil bleiben, ohne Gering- und Mittelverdiener zu erdrücken.

Einige Experten warnen jedoch, dass es keine einfache Patentlösung gibt. Boccia und andere Analysten weisen darauf hin, dass eine echte Reform wahrscheinlich einen Mix aus verschiedenen Ansätzen braucht – eventuell auch ein gebremstes Rentenwachstum oder eine Anpassung des Renteneintrittsalters. Ohne eine langfristige Lösung bleibt das Programm, das vor fast einem Jahrhundert entworfen wurde, einer der größten Zankäpfel in Washington.

Warum das wichtig ist

Die Social Security ist für Millionen Amerikaner das wichtigste Sicherheitsnetz im Alter. Da der Rentenfonds laut Prognosen bis 2032 an die Wand fährt, fragen sich viele Arbeitnehmer jetzt zurecht, wie viel von ihrem zukünftigen Gehalt oder ihrer Rente eigentlich noch sicher ist.