Die Lage

Real Talk: Der globale Energiemarkt sorgt aktuell für echte 'Plot Thickens'-Vibes. Donald Trump erwägt wohl ein 90-tägiges Verbot für US-Diesel-Exporte, um die Preise für amerikanische Haushalte kurz vor den Midterm-Wahlen niedrig zu halten. Der Dieselpreis in den Staaten ist gerade auf Rekordniveau von 6,52 Dollar pro Gallone gestiegen, und die Regierung sucht händeringend nach einer schnellen Lösung.

Die Folgen

Die Europäische Union ist davon absolut nicht begeistert. Olof Gill, ein Sprecher der Europäischen Kommission, hat heute diplomatisch durchblicken lassen, dass jede Störung beide Seiten hart treffen würde. Im Grunde fordert die EU, dass die USA sie vorher informieren, bevor sie an den gemeinsamen Märkten rütteln.

Europa ist aktuell highkey auf US-Diesel angewiesen. Etwa ein Drittel der Importe kam dieses Jahr von dort – im August stieg der Anteil sogar auf die Hälfte, da es aufgrund von Raffinerieproblemen im Nahen Osten und Russland zu Ausfällen kam. Auch wenn die europäischen Tankstellen nicht sofort leerlaufen, sagen Experten von Argus Media, dass ein Wegfall dieser Lieferkette verheerend wäre. Das würde für massive Preissprünge sorgen, weil die ganze Welt um den restlichen Diesel aus Asien und Indien kämpfen müsste.

Warum das wichtig ist

Großbritannien sitzt ebenfalls in der Klemme. Thomas Pugh, Chefökonom bei RSM UK, merkte an, dass das Vereinigte Königreich nach der Stilllegung heimischer Raffinerien immer abhängiger von amerikanischem Treibstoff geworden ist. Sollte ein Exportstopp kommen, könnten die Briten 18 Prozent ihres Gesamtverbrauchs verlieren. Das würde vor allem die Landwirtschaft und Logistik – also Branchen, die auf LKWs und schwere Maschinen angewiesen sind – hart treffen. Es ist ein klassisches 'L' für die globale Handelsstabilität. Momentan warten die Märkte erst mal ab, ob das alles nur leeres Gerede ist oder tatsächlich Politik wird.