Das Blame-Game

Die politischen Vibes in Texas wirken für die GOP gerade etwas shaky und Präsident Trump ist absolut kein Fan davon. Kürzlich hat er auf Truth Social schon mal präventiv Dampf abgelassen, um sich gegen eine mögliche Niederlage abzusichern. Dabei zeigte er mit dem Finger direkt auf Senator John Cornyn und Karl Rove. Trump warf ihnen vor, Ken Paxtons Senatskampagne zu untergraben, und bezeichnete sie als „SCHWACHE und INEFFEKTIVE politische Versager“.

Real Talk: Texas gilt seit 1988 als sichere Bank für die Republikaner und Trump hat dort vor gerade mal zwei Jahren mit 14 Prozentpunkten Vorsprung abgeräumt. Aber die Story wird kompliziert, denn aktuelle Umfragen – inklusive einer brandneuen aus dieser Woche – sehen den Demokraten James Talarico mit 50 % zu 47 % knapp in Führung.

Die Jagd nach dem Geld

Das Rennen ist lowkey extrem teuer; über 500 Millionen Dollar an Werbeausgaben fluten derzeit den Staat. Elon Musk spielt hier eine wichtige Nebenrolle und hat letzten Monat 158 Millionen Dollar in ein GOP-Super-PAC für den Senat gebuttert. Diese Kohle fließt in ein spezielles „Pop-up-PAC“, das nur ein Ziel hat: Paxton über die Ziellinie zu bringen.

Trotz der massiven Übermacht dieser PACs hält sich Talarico stabil. Er hat allein im dritten Quartal beeindruckende 64 Millionen Dollar eingesammelt, größtenteils von Kleinspendern. Seine Fähigkeit, diese „hard dollars“ zu generieren, gibt ihm bei den Werbepreisen sogar einen Vorteil gegenüber dem PAC-Geld. Sogar Senator Bernie Moreno (R-Ohio) gab zu, dass dieses Fundraising „mind-blowing“ sei.

Warum das wichtig ist

Die republikanische Führung hat schon vor Monaten gewarnt, dass die Nominierung von Paxton diesen Sitz zu einer teuren Headache machen könnte – und das aktuelle Finanz-Chaos deutet darauf hin, dass sie recht hatten. Wenn die Partei einen Sitz in einem so tiefroten Staat wie Texas verliert, ist das nicht nur ein W für die Demokraten, sondern ein krasser Weckruf für die GOP kurz vor der Wahlnacht.