Die Receipts
Auf dem Wahlkampf-Pfad herrscht gerade maximales Chaos. Bobby Pulido, der Latin-Grammy-Gewinner und Kandidat für das Repräsentantenhaus in Texas, steckt tief in der Klemme, nachdem eine Reihe seiner alten, extrem vulgären X-Posts viral gegangen ist. Pulido will eigentlich den Sitz der republikanischen Abgeordneten Monica De La Cruz gewinnen, aber diese wieder aufgetauchten Kommentare haben die Stimmung ordentlich gedrückt.
Was hat er eigentlich gesagt? Die Beiträge, von denen viele inzwischen gelöscht wurden, enthalten einige mehr als fragwürdige Interaktionen. In einem Austausch von 2019 scherzte ein Nutzer über eine Vergewaltigung in seiner Garderobe, woraufhin Pulido antwortete: „Shhh… das war unser Geheimnis.“ Im Jahr 2020 riet er einer Frau, sich zu „rasieren“, nachdem sie ihn um Tipps für ihre Haare gebeten hatte. Außerdem gab es Witze über „Casting-Couches“ und er verbreitete Bilder, die einfach nur abstoßend sind.
Die Verteidigung
Pulido rudert jedoch nicht zurück. Er veröffentlichte ein Video, in dem er behauptet, das seien nur „alte Witze“ unter Freunden gewesen und seine Kritiker würden „mexikanischen Humor“ falsch interpretieren. Er schiebt die Schuld für die Kritik lowkey auf die „woke Rechte“ und meint, der Sarkasmus käme einfach nicht gut rüber. Sein Team musste sich zudem in der Vergangenheit schon mit Drama um seine Verbindungen zum ehemaligen Bandkollegen Frankie Caballero auseinandersetzen, der 2014 wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt wurde.
Warum das wichtig ist
Das Rennen zwischen Pulido und De La Cruz ist aktuell ein absolutes Kopf-an-Kopf-Rennen. Da die Wahl immer näher rückt, müssen die Wähler entscheiden, ob diese jahrelangen Tweets eine „cringe“ Vergangenheit oder ein rotes Tuch für seine Eignung als Abgeordneter im Kongress sind. Die Wahrheit ist: Bei einem so knappen Rennen kann jede Kontroverse das Zünglein an der Waage sein. Bleibt dran.





