Im Schwarzen Meer geht es gerade ziemlich chaotisch zu – und zwar aus den falschen Gründen. Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radev hat die russische Botschafterin Eleonora Mitrofanova einbestellt, nachdem zwei Handelsschiffe direkt vor der bulgarischen Küste von Drohnen getroffen wurden. Ein Schiff, die unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende HS Dignity, ist tragischerweise gesunken. Während sechs Besatzungsmitglieder gerettet werden konnten, werden aktuell zehn Personen vermisst. Ein weiteres Schiff, die ukrainische Chelsea-3, wurde ebenfalls getroffen; zum Glück kamen alle 15 Crewmitglieder mit dem Leben davon, fünf erlitten jedoch leichte Verletzungen. ## Die geopolitischen Vibes Das sind keine Einzelfälle. Es ist bereits das zweite Mal in einer Woche, dass Handelsschiffe in Bulgariens „ausschließlicher Wirtschaftszone“ zum Ziel wurden. Premierminister Radev nannte die Situation „absolut inakzeptabel“, merkte aber an, dass es zwar keinen definitiven Beweis dafür gibt, wer abgedrückt hat, es aber definitiv Moskau in die Karten spielt. Russland hält sich bisher bedeckt. Botschafterin Mitrofanova behauptete, sie habe keine Infos vom russischen Verteidigungsministerium und deutete an, dass es sich um eine „Provokation durch einen Dritten“ handeln könnte. ## Warum das wichtig ist Real Talk: Die Lage ist highkey beängstigend, vor allem wegen des Ortes. Die Schiffe wurden knapp außerhalb der bulgarischen Hoheitsgewässer attackiert. Wäre das nur wenige Meilen näher passiert, hätte das den Bündnisfall nach Artikel 5 des NATO-Vertrags auslösen können – was im Grunde bedeutet: Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle. Der bulgarische Verteidigungsminister Dimitar Stoyanov sagte, dass sich der Konflikt immer weiter auf ihre Grenzen zubewegt. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass sie die Situation genau beobachten, um die Verteidigungsbereitschaft bei Bedarf anzupassen. Kurz gesagt: Das Schwarze Meer wird zu einem zentralen Frontabschnitt des Krieges, und die internationale Gemeinschaft kämpft damit, die Schifffahrtswege offen und sicher zu halten.