Ein krasser Disconnect

In der Finanzwelt findet gerade ein massiver Vibe-Shift statt, den der durchschnittliche Anleger vielleicht gar nicht auf dem Schirm hat. Während die Volatilität bei US-Staatsanleihen durch die Decke geht, tun Bitcoin und der Aktienmarkt so, als wäre alles komplett entspannt.

Laut Daten von CoinDesk ist der MOVE-Index – der die erwartete Volatilität von US-Staatsanleihen misst – von 80 am Dienstag auf 104 am Donnerstag gestiegen. Das ist der höchste Stand seit März. Normalerweise sorgt eine solch hohe Volatilität bei Anleihen dafür, dass Geldleihen teurer wird und der Appetit auf risikoreiche Assets komplett flöten geht.

Warum BTC und Aktien unbeeindruckt sind

Trotz des Dramas am Anleihemarkt dümpelt der Cboe VIX (der die Volatilität des S&P 500 misst) in der Nähe seines Jahrestiefs von 14 herum. Gleichzeitig liegt der BVIV, der die 30-Tage-implizite Volatilität von Bitcoin misst, bei 37 – extrem nah an seinem Jahrestief.

Das wirkt alles ziemlich entkoppelt. Anleihen-Trader sind sichtlich gestresst wegen steigender globaler Renditen und der Art und Weise, wie Ölpreise die Inflation verkomplizieren, aber BTC und Aktien ignorieren das FUD einfach. Selbst als die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen am Donnerstag 5,2 % erreichten, ist die Korrelation zwischen der erwarteten Volatilität von Bitcoin und den Schwankungen am Anleihemarkt auf -0,37 gesunken.

Warum das wichtig ist

Real talk: Wenn das Fundament der globalen Finanzwelt (Anleihen) so ins Wanken gerät, hat das normalerweise Auswirkungen auf alles andere. Es ist zwar nice zu sehen, dass die eigenen Bags stabil bleiben, aber diese Divergenz ist highkey verdächtig. Nur zur Erinnerung: Das ist keine Finanzberatung. Nur weil der Markt gerade ruhig wirkt, heißt das nicht, dass es später nicht noch stressig werden kann. Bleibt aufmerksam und behaltet euer Risiko im Auge.