Das harte Durchgreifen ist real

Apple hat seine App Store-Richtlinien offiziell geupdatet und man kann wohl sagen: Die „Nudify“-Apps sind offiziell in ihrer Flop-Era. Das Unternehmen verbietet jetzt explizit Apps, die KI nutzen, um ohne Zustimmung intime Bilder zu generieren. Wer das Drama verfolgt hat, weiß: Das wurde schon echt lange gefordert.

Nach massivem Backlash – inklusive Protesten bei der WWDC im Juni und Druck durch die Stadtanwaltschaft von San Francisco – zieht Apple endlich die Reißleine. Die neue Policy schreibt vor, dass Entwickler proaktiv sämtliche sexuelle Inhalte ohne Zustimmung identifizieren und entfernen müssen. Wenn sie bei der Sicherheit nachlässig sind oder sich weigern, gemeldete Verstöße zu beheben, fliegen sie aus dem App Store. Punkt.

Schluss mit der Masche

Apple nimmt auch diese zwielichtigen Apps ins Visier, die versuchen, Features erst nach der Freigabe einzuschmuggeln. Die Regeln wurden präzisiert, um „Bait-and-Switch“-Taktiken zu verhindern, bei denen eine App erst nach der Approval-Phase „Nudify“-Funktionen hinzufügt. Außerdem hat das Unternehmen klargestellt: Jede App, die mit Menschenhandel oder Kindesmissbrauch in Verbindung steht, wird permanent geblockt – auch über alternative Vertriebswege.

Warum das wichtig ist

Mal im Ernst: Das ist eine längst überfällige Antwort auf den Anstieg von KI-generierten Deepfakes. Auch wenn Apple Anfang des Jahres kritisiert wurde, weil sie Apps wie Grok durchgewunken haben, sind diese aktualisierten Bedingungen ein wichtiger Schritt, um den App Store nicht zu einem Sumpf aus räuberischer Tech werden zu lassen. „Besser spät als nie“, aber wir werden sehen, wie streng sie das Ganze wirklich durchziehen.