Die Wende zur Souveränität

Real talk: Sich bei der nationalen Infrastruktur voll auf Tech-Giganten aus den USA oder China zu verlassen, ist lowkey ein riskantes Game. George Williamson, der neue Chef des Alan Turing Institute (ATI), findet, es ist Zeit, dass Großbritannien aufhört, nur zuzuschauen, und endlich eigene „souveräne“ KI-Modelle baut.

Williamson, der früher das Government Communications Centre leitete, betont: Wenn Großbritannien komplett von ausländischer Tech abhängig ist, besteht immer das Risiko, dass der Zugang eingeschränkt oder komplett gekappt wird, sobald sich die politischen oder wirtschaftlichen Vibes ändern. „Wir sollten uns nicht allein auf Systeme verlassen, die wir weder prüfen noch kontrollieren können“, so Williamson.

Warum das wichtig ist

Es ist absolut Main-Character-Energie, eine eigene Tech-Infrastruktur zu wollen, aber die Gründe sind rein geopolitisch. Washington blockiert bei einigen Modellen Tests im Ausland und Chinas KI ist oft so gefiltert, dass sie staatlichen Interessen entspricht – das UK fühlt sich da zunehmend in die Enge getrieben. Williamson merkt an, dass die Antworten mancher Systeme bei bestimmten Themen zur chinesischen Geschichte nicht gerade neutral ausfallen.

Das ATI versucht nicht, gegen Billionen-Dollar-Konzerne anzustinken, aber sie wollen ihre eigene IP besitzen. Ihr Fokus liegt jetzt auf „nationaler Resilienz“. Das bedeutet, KI für das Gemeinwohl zu nutzen – zum Beispiel in der Landwirtschaft, bei Wettervorhersagen oder beim Aufspüren von staatlich gesteuerter Desinformation –, ohne dafür erst die Erlaubnis eines ausländischen Labors zu brauchen. Ein W für die nationale Sicherheit – und mal ehrlich, langfristig zu denken ist einfach smart. Say less.