Der Vorfall

Am Donnerstag eskalierte die Lage im Stadtteil Marble Hill in Manhattan, als Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE während eines Einsatzes das Feuer eröffneten. Oscar Belgal (28) saß in seinem Auto, als sein fünfjähriges Kind neben ihm saß und er in den Hals geschossen wurde. Glücklicherweise blieb das Kind körperlich unversehrt und ist jetzt bei der Familie, aber der Vorfall hat die Stadt tief erschüttert.

Die Reaktion des Bürgermeisters

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani nahm in seinem ersten Interview seit den Schüssen kein Blatt vor den Mund und erklärte gegenüber Jacob Soboroff von MS NOW, dass die Situation massive „Amokläufer-Vibes“ verbreitet habe. Da die Beamten in Zivil unterwegs waren, merkte Mamdani an, dass Passanten keine Ahnung hatten, dass sie es mit Strafverfolgungsbehörden zu tun hatten.

„Was man in dem Video sieht... es fühlt sich an, als würde man einen Amokläufer beobachten und nicht jemanden, der angeblich eine Bundesbehörde repräsentiert“, so Mamdani. Er wies darauf hin, dass die Richtlinien des NYPD das Schießen in Fahrzeuge zwar untersagen, sich diese Bundesbeamten aber so verhalten, als seien Gesetze nur eine Empfehlung. Real talk: Dass sie keine Uniformen tragen, ist ein massiver L für die öffentliche Sicherheit.

Mamdani steht zwar mit Präsident Donald Trump und Heimatschutzminister Markwayne Mullin in Kontakt, bleibt aber bei seiner Haltung: Er will ICE komplett aus New York City verbannen, ungeachtet der aktuellen Abschiebe-Offensive der Regierung. Das NYPD untersucht den Vorfall nun, während Belgal im Metropolitan Detention Center in Brooklyn in Gewahrsam bleibt.

Warum das wichtig ist

Das ist kein Einzelfall. Seit Anfang 2025 sollen ICE-Beamte Berichten zufolge auf mindestens zwei Dutzend Menschen geschossen haben, darunter drei US-Bürger, die dabei ums Leben kamen. Da ICE bei der Festnahme-Welle von medienwirksamen Razzien auf unauffälligere Einsätze in der Community umgestiegen ist, erreicht die Spannung zwischen den Bundesbehörden und der Stadtführung offiziell einen kritischen Punkt.