Vom Küchenjob zum Karrieresprung

Zoey Darnbroughs Lebenslauf beweist, dass ein holpriger Start nach der Schule absolut nicht das Ende bedeutet. Nach einem Dämpfer bei den Prüfungsergebnissen landete die heute 26-Jährige in der Küche der Dumfries Infirmary – entschied sich dann aber, auf eine Branche zu setzen, die sie vorher gar nicht auf dem Schirm hatte: die schottische Whisky-Industrie.

Sie fing bei der Annandale Distillery an – ein Standort, der 1919 dichtgemacht wurde und 90 Jahre lang brachlag, bevor er wiedereröffnet wurde – und stieg dort schnell auf. In nur dreieinhalb Jahren schaffte sie es vom Tourguide zur Gruppen-Tourismus- und Event-Koordinatorin. Dieser Move war nicht nur ein W für ihren Lebenslauf, sondern auch eine smarte finanzielle Entscheidung. Indem sie in Dumfries und Galloway blieb, anstatt in einer teuren Großstadt zu versauern, profitiert sie von deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten.

Schluss mit den Branchen-Klischees

Es ist kein Geheimnis, dass die Spirituosen-Branche historisch gesehen von älteren Männern dominiert wird. Darnbrough gibt zu, dass sie oft skeptisch beäugt wurde, aber sie verfolgt einen souveränen Ansatz: Einfach abliefern. „Wenn du dich gut vorbereitest, können dich solche Fragen nicht mehr aus der Ruhe bringen“, erklärt sie. Ihr Erfolg bleibt nicht unbemerkt: Vor Kurzem wurde sie als „Rising Star“ bei den South of Scotland Thistle Awards nominiert.

Warum das wichtig ist

Für alle, die gerade im Job starten, ist Darnbroughs Story ein Masterclass-Beispiel für regionale Strategie. Sie hat eine Nische gefunden – den Kulturtourismus – und baut sich in einer günstigen Region eine Karriere auf, die Wachstum und Lebensqualität vereint. Sie setzt sich jetzt dafür ein, dass Schulen vermehrt auch unkonventionelle Karrierewege aufzeigen, denn sie findet, dass viele junge Leute das Potenzial im Süden Schottlands im Vergleich zu den überlaufenen Highlands gerade lowkey unterschätzen.