Die Lage

Wenn du dich an der Zapfsäule in letzter Zeit über die Preise gewundert hast: Es ist safe keine Einbildung. Die Spritpreise in Australien sind auf dem höchsten Stand seit Anfang April. In Canberra kostet Diesel aktuell 298,7 Cent pro Liter und bleifrei 250 Cent. Landesweit sind die Preise diesen Monat um etwa 40 Cent pro Liter gestiegen, was bei einer 55-Liter-Tankfüllung lowkey satte 22 Dollar mehr ausmacht.

Warum passiert das?

Es ist absolut wild, was global abgeht. Internationale Raffinerien kämpfen mit der Ölversorgung, weil Konflikte im Nahen Osten die Tankerrouten durch die Straße von Hormus und den Bab-el-Mandeb-Engpass gestört haben. Obendrauf haben ukrainische Angriffe die russischen Lieferungen eingeschränkt. Da der Preis für Brent-Rohöl über 100 US-Dollar pro Barrel liegt, kommen die Kosten natürlich direkt bei uns an.

Der Trump-Faktor

Die Story wird noch komplizierter, weil die Trump-Administration ein Exportverbot für US-Diesel in Erwägung zieht, um die amerikanischen Benzinpreise vor den Midterms niedrig zu halten. Seit Kriegsbeginn waren die USA ein wichtiger Akteur und haben über 1,5 Millionen Barrel pro Tag exportiert. Analysten von MST Financial warnen: Sollte dieses Verbot kommen, drohen Australien Rationierungen und Preise, die über 4 Dollar pro Liter steigen könnten. Dr. Lurion De Mello von der Macquarie University schätzt zwar, dass sich die Preise eher bei 3,10 Dollar einpendeln, betont aber, dass wir bei einem US-Ausstieg mit Europa um Lieferungen aus asiatischen Raffinerien konkurrieren müssten.

Warum das wichtig ist

Australien ist fast komplett von Dieselimporten abhängig, und unsere Lagerbestände sind von 39 Tagen im Juli auf aktuell 31 Tage geschrumpft. Wenn die Preise über die 3-Dollar-Marke schießen, trifft das Branchen wie Landwirtschaft, Bergbau und Transport knallhart. Real talk: Das geht über dein Auto hinaus. Die Reserve Bank wird voraussichtlich am Dienstag die Zinsen auf 4,6 % anheben, und diese Spritkosten sind ein riesiger Grund dafür. Bleibt dran – die Vibes in Sachen Lebenshaltungskosten sind gerade echt nicht stabil.