Mal ganz ehrlich, die Stimmung zwischen Washington und Brasília ist gerade einfach nur ein riesiges Chaos. Eine Koalition aus 31 demokratischen Kongressmitgliedern, darunter Senator Bernie Sanders, hat gerade einen Brief an Außenminister Marco Rubio geschickt. Darin prangern sie an, dass die Trump-Regierung systematisch versucht, sich in die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Brasilien einzumischen.
Die aktuelle Lage
Brasilien wählt am 4. Oktober in der ersten Runde – und es ist ein absoluter Nervenkitzel. Das Rennen zwischen dem amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und dem rechtsextremen Senator Flávio Bolsonaro (Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro) ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die demokratischen Abgeordneten halten sich nicht zurück und werfen Rubio vor, dass die USA lowkey als Instabilitätsfaktor agieren, indem sie wirtschaftlichen und diplomatischen Druck ausüben, um das Ergebnis zugunsten von Bolsonaro zu beeinflussen.
Wie es dazu kam
Der Brief weist auf ein Verhaltensmuster hin und nennt ähnliche US-Eingriffe bei Wahlen in Argentinien, Honduras und Kolumbien. Die Abgeordneten betonten, dass die Trump-Regierung in Handelsfragen aggressiv vorgegangen sei, insbesondere durch neue Zölle im Juli nach Section 301. Außerdem merkten sie an, dass US-Beamte angeblich geplant hatten, nach Brasilien zu reisen, um Zweifel an der Wahlinfrastruktur des Landes zu säen – ein System, das Experten als absolut sicher einstufen. Die Regierung Lula unterband das schließlich, indem sie der Delegation die Visa verweigerte.
Warum das wichtig ist
Hier geht es nicht nur um eine Wahl, sondern um den Ruf der USA auf der Weltbühne. Die Abgeordneten argumentieren, dass diese Schritte nicht nur die demokratischen Institutionen Brasiliens untergraben, sondern auch eine strategisch wichtige Partnerschaft beschädigen. Präsident Lula sprach das Drama diese Woche bei der UN-Generalversammlung an und warnte, dass Brasilien nicht zulassen werde, dass „Feinde der Demokratie“ den Willen des Volkes beeinflussen. Die Gruppe hat Rubio aufgefordert zu bestätigen, ob die Regierung die Wahlergebnisse respektieren werde; eine Antwort wird bis zum 1. Oktober erwartet. Die Situation bleibt spannend, da das Außenministerium bisher noch nicht reagiert hat.





