Die britische Invasion ist da

Falls du gemerkt hast, dass in Manhattan gerade überall posh, UK-inspirierte Läden aus dem Boden schießen: Du bildest dir das nicht ein. Eine massive Welle von High-End-Hospitality-Brands von der anderen Seite des Teichs kolonisiert gerade NYC und die Vibes sind absolut High Society.

Angeführt wird das Ganze von Minor International – der Gruppe aus Bangkok, der auch die legendäre Londoner Institution The Wolseley gehört. Sie renovieren gerade das historische Lambs Building in der West 44th Street in Midtown von Grund auf. Das Ziel? Das ehemalige Chatwal Hotel in ein 10-stöckiges Luxushotel mit exklusivem Members-Only-Club zu verwandeln, das nächstes Jahr eröffnen soll. Es ist das erste Mal, dass der Name Wolseley für ein Hotel genutzt wird – erwarte also diesen typischen Londoner Tea-Service-Ästhetik-Vibe, nur eben mit NYC-Preisschild.

Reiche Geschichte, neues Geld

Das ist nicht irgendein Immobilien-Deal. Das Lambs Building wurde 1905 vom legendären Architekten Stanford White entworfen und war damals der Place-to-be für Ikonen wie Charlie Chaplin und Fred Astaire. Minor International CEO Dillip Rajakarier setzt darauf, dass der Ort als Hub für 'Gründer und Künstler, Produzenten und Investoren' dient und verspricht literarische Salons und exklusive Dinner.

Die Club-Konkurrenz

Minor ist nicht der einzige Player, der ein Stück vom New Yorker Kuchen will. Ein paar andere Schwergewichte sind ebenfalls am Start:

  • Maison Estelle: Berichten zufolge übernehmen sie das alte Limelight-Gebäude im Flatiron District. Wer Bescheid weiß, der weiß: Früher fanden dort die legendärsten Partys der Geschichte statt. Die Mitgliedschaft in ihrem Londoner Club kostet jährlich etwa 7.900 Dollar, wobei die US-Preise noch nicht bekannt gegeben wurden.
  • Annabel's: Der Club, in dem sogar Royals verkehren, eröffnet eine NYC-Dependance in einem Fabrikgebäude an der Ecke Hudson und West 13th Street. Der Vibe-Check hier beinhaltet eine strikte Kleiderordnung (Sorry, keine Shorts) und einen Aufnahmeprozess, den sie selbst 'Alchemie' nennen. Wenn die US-Preise denen in UK folgen, solltest du mit rund 3.600 Dollar rechnen.

Warum das wichtig ist

Für deinen Geldbeutel ist das ein Zeichen dafür, dass der New Yorker Luxussektor voll auf Exklusivität setzt. Da Locations wie Casa Cipriani und Zero Bond bereits dominieren, wird die Hürde, zum 'Who is Who' der Stadt zu gehören, immer höher. Wenn du wissen willst, wo die nächsten großen Business-Deals abgeschlossen werden, behalte diese Orte im Auge – aber sei darauf vorbereitet, dass die Mitgliedsgebühren absolut krass sind.