Die aktuelle Krise

Südafrika steckt mitten in einer massiven Debatte über die Sicherheit von Frauen. Die Situation ist eskaliert, nachdem in der Region Ekurhuleni bei Johannesburg innerhalb von nur drei Monaten die Leichen von 12 Frauen gefunden wurden. Das ist leider kein Einzelfall; Daten der South African Human Rights Commission zeigen, dass zwischen April und Juni dieses Jahres 569 Frauen getötet wurden. Das sind im Schnitt sechs Frauen, die jeden Tag ermordet werden.

Die Narrative ändern

Inmitten dieser Angst versucht die Non-Profit-Organisation 'Father A Nation', das Problem an der Wurzel zu packen: die Kultur der Männlichkeit selbst. In einer informellen Siedlung nahe der Alexandra-Township treffen sich Männer in staubigen Kreisen, um sich gegenseitig in die Verantwortung zu nehmen. Ein Teilnehmer, Kgomotso Mathekga, sprach offen über seine eigene körperliche Gewalt gegenüber seiner Freundin und gab zu, dass ihn das Bedauern, seine Familie verloren zu haben, nachts wach hält. Ziel der Gruppe ist es, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen, indem Männer lernen, ihre Emotionen zu verarbeiten und als positive, sichere Führungspersonen in ihren Communities zu agieren. Gründer Craig Wilkinson sagt: 'Du als Mann bist eine kraftvolle Macht für das Gute. Du entscheidest, welche Art von Mann du sein willst.'

Warum das wichtig ist

Trotz staatlicher Versprechen für eine bessere Straßenbeleuchtung und die Überprüfung von Fällen haben viele Einheimische das Gefühl, die Reaktion komme 'zu spät und zu wenig'. Die Angst vor Ort ist real – Frauen haben Sorge, alleine zu laufen, und sind extrem wachsam in ihrer Umgebung. Diese Bewegung ist lowkey entscheidend, weil sie nicht nur auf politische Änderungen wartet; sie versucht, die Kultur von innen heraus zu verändern, um sicherzustellen, dass die nächste Generation von Männern diese Gewalt nicht fortsetzt.