Das Space Race wird ernst

SpaceX gibt gerade absolut alles. Heute versuchen sie, die erste Ladung der Starlink V3-Satelliten ins All zu bringen – und das mit der Starship-Rakete. Das ist das erste Mal, dass sie diese spezielle Hardware in den Erdorbit befördern wollen. Die V3-Upgrades sollen für das bereits riesige Netzwerk ein echtes Upgrade sein.

Die Pleitenserie bei Amazon

Die Vibes bei Amazons Project Kuiper sind derweil absolut im Keller. Seit zwölf Wochen gab es keinen erfolgreichen Satellitenstart mehr. Sie haben zwar 396 Satelliten im Orbit, aber das ist im Vergleich zu den über 11.000 Satelliten von Starlink einfach gar nichts.

Es fühlt sich bei SpaceX nach 'Main Character Energy' an, während Amazon eher im 'Struggle Bus' sitzt. Ihre Startpartner fallen aktuell wie Dominosteine um:

  • ULA: Die Vulcan-Rakete ist seit Februar 2026 wegen einer Anomalie beim Booster von der US Space Force gegrounded.
  • Blue Origin: Das Unternehmen von Jeff Bezos darf die New Glenn-Rakete nicht starten, nachdem die einzige Startrampe im Mai zerstört wurde.
  • Arianespace: Amazon wollte ausweichen und hat sechs weitere A64-Starts gebucht, aber auch hier gibt es Probleme mit Komponenten, die wohl alles für den Rest von 2026 verzögern werden.

Warum das wichtig ist

Eigentlich sollte Amazon Mitte 2026 eine begrenzte Version seines Internetdienstes starten, doch diese Deadline ist ohne ein Wort verstrichen. Die FCC verlangt, dass die Hälfte der 3.232 Satelliten umfassenden Konstellation im All ist, aber Amazon bewegt sich in Zeitlupe. Wenn das so weitergeht, wird Starlink sein absolutes Monopol beim globalen Satelliten-Internet auf absehbare Zeit behalten. Mehr muss man dazu nicht sagen.