Wieder auf Achse
Shakhtar Donetsk zeigt gerade den ultimativen Einsatz. Da sie in der Ukraine keine europäischen Spiele austragen können, verlegt der Club seine Champions-League-Kampagne kurzerhand nach London. Diese Woche treffen sie im legendären Stamford Bridge, dem Stadion des FC Chelsea, auf AEK Athen.
Für Cheftrainer Arda Turan ist das mehr als nur ein Ortswechsel. Es ist eine Mission. „Es ist ein ikonisches Stadion, aber es ist nicht unser Zuhause“, so Turan. Trotz des logistischen Albtraums beim Grenzübertritt und der ständigen Luftalarme, die ihr Training in der Ukraine immer wieder unterbrechen, beweist das Team echte Main-Character-Energie.
Der Grind ist real
Der Reiseplan ist brutal. Wir reden hier von 18-stündigen Trips, endlosen Busfahrten und kurzfristigen administrativen Problemen, weil die Infrastruktur durch russische Angriffe immer wieder lahmgelegt wird. Sportdirektor Vitaliy Khlivnyuk gibt zu, dass es immer härter wird, und merkt an, dass sich die mentale Erschöpfung nach Jahren der ständigen Flucht langsam summiert.
Aber die Stimmung bleibt, wo es geht, stabil. Jungstar Kaua Elias, einer der vielen talentierten Brasilianer im Team, sagt es, wie es ist: „Bevor ich hierher kam, wusste ich nichts von dieser Reisesituation, aber es ist einfach etwas, das wir tun müssen. Es ist jetzt normal für uns.“ Das Team setzt auf ihren engen Zusammenhalt, um den Stress zu bewältigen – sie veranstalten sogar regelmäßig Churrasco-Grillabende, um verbunden zu bleiben.
Warum das wichtig ist
Shakhtar Donetsk spielt nicht nur um Punkte, sondern um zu zeigen, dass sie immer noch da sind. Indem sie ihre „Heimspiele“ in Elite-Stadien in Europa austragen, bewahren sie ihre Fußball-Identität unter absolut unmöglichen Bedingungen. Es ist ein massiver W für ihre Resilienz, auch wenn der Weg dahin lowkey extrem anstrengend ist.






