Die Situation

Real talk: Die Lage im Schwarzen Meer wird gerade echt brenzlig. Der bulgarische Premierminister Rumen Radev hat bestätigt, dass es am Dienstag gegen 3:00 Uhr morgens zu zwei getrennten Angriffen kam, etwa 70 Meilen vor der Küste von Byala. Ein Handelsschiff ist Berichten zufolge gesunken und die Crew wird aktuell vermisst. Eine Such- und Rettungsaktion läuft offiziell, nachdem ein bulgarisches Schiff in der Nähe eintraf und nur ein umgekipptes Boot sowie einige Rettungswesten vorfand.

Der zweite Angriff

Ein zweites Schiff, das Getreide geladen hatte, wurde ebenfalls ins Visier genommen. Zum Glück konnte die 18-köpfige Besatzung – bestehend aus türkischen und indischen Staatsbürgern – von bulgarischen Einsatzkräften gerettet werden. Zwei der Seeleute mussten medizinisch behandelt werden, nachdem an Bord ein Feuer ausgebrochen war. Die Spannungen sind krass und die Vibes in der Region sind definitiv am Boden.

Wie es dazu kam

Das Ganze passiert nicht in einem Vakuum. Russland hat seine militärische Präsenz und die Schlagintensität im Schwarzen Meer massiv hochgefahren, besonders nach dem jüngsten Schlagabtausch bezüglich Angriffen auf die Ölinfrastruktur. Auch wenn sich niemand offiziell zu diesen Treffern bekannt hat, ereigneten sich die Angriffe tief in Bulgariens exklusiver Wirtschaftszone, was Premierminister Radev als „eklatanten Verstoß gegen das Seerecht“ bezeichnete.

Um die Lage noch weiter zuzuspitzen: Berichten zufolge gab es am Dienstag einen weiteren tödlichen Vorfall in der Nähe von Odessa, bei dem ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff getroffen wurde – eine Person kam dabei ums Leben, sieben weitere wurden verletzt. Moskau hat sich bisher nicht zum Vorfall in Bulgarien geäußert, aber es ist eine high-key gefährliche Eskalation für die internationalen Schifffahrtswege.

Warum das wichtig ist

Wenn Handelsschiffe, die Getreide und andere Güter transportieren, zu Zielen von Luft- und Seedrohnen werden, ist das nicht nur ein lokales Problem, sondern ein massiver Störfaktor für die globalen Lieferketten und die Sicherheit. Die Tatsache, dass diese Angriffe die exklusive Wirtschaftszone eines NATO-nahen Landes treffen, lässt die Sache auf die denkbar schlechteste Weise eskalieren.