Real Talk: Die Lage spitzt sich zu für Christian Craighead, einen ehemaligen SAS-Soldaten, der aktuell in einem komplizierten Rechtsstreit mit dem Verteidigungsministerium (MoD) steckt. Das High Court hat gerade eine einstweilige Verfügung verlängert, was bedeutet, dass sein Buch über seine Erlebnisse bei einer Anti-Terror-Operation in Nairobi 2019 vorerst nicht in Großbritannien erscheinen darf, bis der Fall vollständig geklärt ist.

Der Hintergrund

Craighead ist ein hochdekorierter Veteran, der das Conspicuous Gallantry Cross für seinen Einsatz während eines Angriffs der al-Shabaab-Miliz auf ein Hotel in Nairobi erhielt, bei dem 21 Menschen ihr Leben verloren. Er gibt an, dass sein Eingreifen dazu beigetragen hat, über 700 Menschen zu retten. Das ist schon krasse „Main Character Energy“, aber das MoD hat da so gar keinen Bock drauf.

Das juristische Drama

Die Regierung argumentiert, dass Craighead beim Beitritt zu den Special Forces im Jahr 2006 eine bindende, lebenslange Verschwiegenheitsvereinbarung unterzeichnet hat. Der Vertrag besagt, dass er ohne schriftliche Erlaubnis des MoD keine Details über seinen Dienst offenlegen darf – eine Erlaubnis, die ihm verweigert wurde. Oliver Sanders KC, der das MoD vertritt, brachte es auf den Punkt: „Hätte er den Vertrag nicht unterschrieben, hätte er nicht bei den britischen Special Forces gedient.“

Craighead hatte bereits 2023 versucht, gegen das MoD vorzugehen, unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken, verlor jedoch. Während sein Buch in den USA bereits erschienen ist, merkte Richter Mr Justice Saini an, dass dies nur aufgrund des „Fehlverhaltens“ des Beklagten geschehen sei und bekräftigte, dass das MoD eine „erdrückende Beweislage“ für das Veröffentlichungsverbot habe.

Warum das wichtig ist

Hier geht es nicht nur um ein einzelnes Buch; es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass Verträge zur nationalen Sicherheit ein Leben lang gelten. Die Entscheidung des Gerichts zeigt, dass es völlig egal ist, wie heldenhaft die Taten waren – das Vertragsrecht interessiert das nicht. Wenn du einmal unterschrieben hast, bist du daran gebunden, no cap.