Der Aktienmarkt gewinnt (erstmal)
Die Wall Street läuft absolut stabil. Der S&P 500 hat erstmals die 7.800er-Marke geknackt und schloss mit einem Plus von 0,58 %. Der Nasdaq zog mit einem Zuwachs von 0,45 % nach und sogar der Dow schaffte ein Plus von 0,49 %. Der Hauptgrund für diesen Run? KI-Chiphersteller. Firmen wie Marvell Technology, Advanced Micro Devices und Broadcom verzeichnen ein massives Wachstum und Investoren sind völlig besessen davon.
Die Fed und der Anleihenmarkt
Neben den Chips wetten Investoren darauf, dass die Federal Reserve bei ihrem Oktober-Meeting von weiteren Zinserhöhungen absieht. Die aktuellen Arbeitsmarktdaten waren eher mau, und Fed-Offizielle scheinen die Pause-Taste zu drücken, was den Tradern etwas Seelenfrieden gibt. Dennoch ist der Anleihenmarkt lowkey am eskalieren. Die Renditen für US-Staatsanleihen, die normalerweise als safe gelten, kletterten am Montag auf 5,349 % – der höchste Wert seit April 2022 –, bevor sie am Dienstag wieder etwas abkühlten.
Realitätscheck für den Rest von uns
Während der Aktienmarkt neue Höhen erreicht, fühlt sich die Wirtschaft im echten Leben ziemlich heavy an. Die Benzinpreise sind zwar diese Woche leicht gesunken, liegen aber immer noch etwa 1,20 Dollar pro Gallone höher als zur gleichen Zeit letztes Jahr. Bei Diesel sieht es ähnlich aus: Er ist zwar vom Höchststand runter, aber immer noch über 40 % teurer als vor einem Jahr. Mit den anstehenden Midterms ist diese Lebenshaltungskostenkrise ein wichtiges Thema für Wähler. Donald Trump erzählt zwar auf Wahlkampfveranstaltungen in Nebraska, dass es dem Land besser denn je gehe und verspricht, dass der Benzinpreis bald unter 1,85 Dollar sinken werde, aber für viele sind die Vibes definitiv off.
Warum das wichtig ist
Wir sehen einen massiven Disconnect zwischen der KI-getriebenen Rekordjagd der Wall Street und dem finanziellen Stress auf deinem Bankkonto. Solange die Wirtschaft nicht stabiler wird, ist der Optimismus am Markt eher ein temporärer Stimmungskick als ein langfristiger Trend.






