Die Situation nach dem Unfall

Im Juli sorgte eine Schiffskollision im Hafen von Tyne für ein riesiges Umwelt-Problem: Knapp 18 Tonnen Plastik-Nurdles – das sind diese winzigen, linsengroßen Pellets, aus denen Plastikprodukte gemacht werden – landeten im River Tyne. Seitdem haben Freiwillige tausende Stunden damit verbracht, die Strände abzusuchen, aber die neuesten Daten sind für die Umwelt echt ein massives L.

Die Zahlen

Laut einer neuen Untersuchung der Newcastle University und des Centre for Environment, Fisheries and Aquaculture Science (Cefas) konnten bisher nur etwa 5,14 Tonnen der Pellets geborgen werden. Das sind gerade einmal 28 % der Gesamtmenge.

Expert:innen sagen, dass die restlichen Nurdles wahrscheinlich in die Nordsee getrieben sind oder noch irgendwo im Flusssystem feststecken. Wegen der Gezeiten, des Windes und des Wetters ist es quasi unmöglich vorherzusagen, wo und wann wieder etwas angespült wird. Das Forschungsteam gab offen zu, dass eine Bergungsquote von 100 % einfach nicht drin ist.

Offizielle Reaktionen

Die Bürgermeisterin von North East, Kim McGuinness, machte deutlich, wie belastend das für die lokale Community ist, die ihre Küste schützen will. Sie hat eine unabhängige Prüfung der Aufräumarbeiten angeordnet und fordert strengere internationale Regeln für den Transport dieser Nurdles, um zukünftige Katastrophen zu verhindern. Gary Kirsop vom South Tyneside Council betont, dass ihr Team weiterhin alles gibt, aber wie Dr. Robert Bradburne, Vorsitzender des STAC, feststellt, wird das Thema wohl noch auf absehbare Zeit ein engmaschiges Monitoring erfordern.

Warum das wichtig ist

Dieser Vorfall zeigt mal wieder, dass der Schaden oft permanent ist, sobald Mikroplastik in unsere Gewässer gelangt. Das gibt absolut „Krise, die wir nicht einfach rückgängig machen können“-Vibes. Genau deshalb fordern Aktivist:innen bessere Sicherheitsregeln für den Transport von Gefahrgut, damit so etwas nicht noch einmal passiert.