Die Stimmung im republikanischen Lager ist offiziell im Keller, und ehrlich gesagt wird die Sache für die GOP immer absurder. Nur fünf Wochen vor der Wahl am 3. November droht der Partei ein 'roter Sog', der selbst ihre sicher geglaubten Kandidaten mit in den Abgrund ziehen könnte.## Der Reality-Check Die Zustimmungswerte für Präsident Trump sind auf 60,4 % abgestürzt – der schlechteste Wert seiner beiden Amtszeiten. Die Wirtschaftslage macht es auch nicht besser: Benzin kostet über 4 Dollar pro Gallone, Diesel liegt bei 6,50 Dollar, und die Inflation trifft uns alle hart im Geldbeutel. Dazu kommt ein angespannter Konflikt mit dem Iran ohne klaren Ausstiegsplan und Hypothekenzinsen von 7 % – das sorgt aktuell für massive Panikstimmung.
Die Folgen
Das Rennen um den Senat sieht für die GOP zunehmend chaotisch aus. Einst sichere Staaten wie Texas, Florida und Alaska sind nun hart umkämpft, während North Carolina und Georgia nach totalen Verlusten aussehen. Der Wahlkampf-Arm der Republikaner im Senat bettelt sogar um weitere 8,9 Millionen Dollar, nur um Sitze in Regionen zu verteidigen, in denen Trump vor zwei Jahren noch zweistellig gewonnen hat.
Im Repräsentantenhaus herrscht pures Chaos. Der Cook Political Report hat am vergangenen Freitag 15 Rennen zugunsten der Demokraten verschoben. Die Demokraten benötigen nur einen Nettogewinn von drei Sitzen, um die Kontrolle zu übernehmen, und die Republikaner sind gezwungen, Geld in Distrikten auszugeben, die sie 2024 noch mit mindestens 15 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen haben. Selbst der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Steve Scalise, gibt sich zurückhaltend und deutet an, dass die Republikaner vielleicht nur 225 Sitze erreichen könnten – was kaum für die nötige Mehrheit von 218 Sitzen reicht.
Internes aus dem Wahlkampf
Berater bezeichnen die aktuellen Umfragewerte als absolut unterirdisch. Ein anonymer Berater verglich das derzeitige Umfeld sogar mit den Midterms 2006, bei denen die GOP die Kontrolle über beide Kammern verlor. Während einige Trump-Berater versuchen, optimistisch zu bleiben und auf ihren riesigen Geldvorteil verweisen, ist klar, dass die Partei unter Druck steht. Einige republikanische Amtsinhaber versuchen bereits, sich vom Präsidenten zu distanzieren und ändern ihre Positionen zu wichtigen Themen wie der Kriegsvollmachts-Resolution zum Iran und den Dieselexporten.
Warum das wichtig ist
Diese Wahl sieht nach einem entscheidenden Wendepunkt für die US-Regierung aus. Für euch bedeutet das eine potenzielle massive Machtverschiebung, die alles verändern könnte – von der Wirtschaftspolitik bis hin zur Außenpolitik im Nahen Osten. Sollte die 'rote Unterströmung' so stark bleiben, erwartet uns ein großer Umbruch im Kongress, der die politische Agenda der nächsten Jahre bestimmen wird.





