Die Console-Modding-Community hat einen großen W gelandet, aber das Ganze hat einen ziemlich faden Beigeschmack. Ein neuer Jailbreak für die PlayStation 5 namens Relapse ist jetzt offiziell am Start.
Entwickelt von Nathan Fargo und gepusht durch ApolloHB aus der Konsolen-Szene, ist der Jailbreak überraschend leicht anzuwenden. Wenn du deinen primären DNS auf 45.56.67.85 änderst und dich durch das Benutzerhandbuch navigierst, kannst du einen Exploit auslösen, der zwei Angriffe verkettet, um dir Zugriff auf einen ELF-Loader zu geben. Das erlaubt dir, Homebrew-Apps – also Software, die nicht von Sony zertifiziert wurde – und Game-Backups zu laden.
Das Kleingedruckte
Bevor du deine Konsole moddest, denk dran: Das ist kein Plug-and-Play-Erlebnis. Der Exploit ist tethered, das heißt, du musst ihn nach jedem Neustart der Konsole neu ausführen. Das GitHub-Repository warnt außerdem, dass WebKit zickig sein kann, was oft mehrere Anläufe erfordert oder Systemabstürze verursachen kann.
Es besteht zudem das Risiko eines permanenten Account-Banns oder des Verlusts deiner Speicherstände. Die Entwickler hinter dem Projekt behaupten, es diene nur 'Bildungs- und Sicherheitszwecken', was im Klartext heißt: Wenn du deine Konsole brickst, ist das dein Problem. Außerdem: Falls du schon auf Firmware 14.00 geupdatet hast, die am 16. September rauskam, hast du Pech – das funktioniert nur auf Firmware 7.00 bis 13.60.
Warum das wichtig ist
Das Timing könnte für Sony nicht unpassender sein. Das Unternehmen steckt aktuell in einer Sammelklage im Northern District of California fest, in der sie knallhart argumentiert haben, dass Kunden die digitalen Spiele, die sie 'kaufen', gar nicht wirklich besitzen.
Wie Primavera De Filippi, Forschungsdirektorin am CERSA, anmerkte, behalten Plattformen meistens die Kontrolle, wenn man digitale Inhalte erwirbt. Während die Klage für deine Rechte als Konsument im digitalen Store kämpft, ist der Relapse-Jailbreak ein Versuch, die Kontrolle über die Hardware zurückzuerlangen, für die du physisch bezahlt hast. Real talk: Es ist der klassische Kampf um das 'Recht auf Reparatur' und Besitz. Auch wenn der Exploit technisch krass ist, bleibt er für den Durchschnitts-Gamer ein riskantes Manöver.





