Die Situation

One Nation packt die Kisten für den Umzug in ein neues Hauptquartier in Brisbane. Die Partei zieht in ein dreistöckiges Büro im Stadtteil Spring Hill – ein Objekt, das laut The Australian einen Wert von rund 8 Millionen Dollar hat. Die Story bekommt eine neue Wendung, da das Gebäude erst kürzlich von Hanrine erworben wurde, einer Immobilien-Investmentfirma der australischen Mining-Milliardärin Gina Rinehart.

Der Vibe-Check

Dass das für hochgezogene Augenbrauen sorgt, überrascht wenig. One Nation-Abgeordneter Barnaby Joyce bleibt jedoch entspannt. Er erklärte gegenüber News24, dass die Partei „übliche Marktpreise“ für die Miete zahle und stellte klar: „Ich hänge nicht an ihrem Tropf.“ Joyce betonte, dass die Partei die Kosten selbst stemmt und nicht auf Steuergelder angewiesen ist, die normalerweise nur für Büros gewählter Amtsträger vorgesehen sind, nicht für Parteizentralen.

Ein Sprecher von Hancock Prospecting bestätigte das und betonte, dass die Firma diverse Gewerbeimmobilien besitzt und Mietern – egal ob politisch oder nicht – keine „Freundschaftspreise“ oder Geschenke mache.

Warum das wichtig ist

Hier geht es um mehr als nur einen neuen Mietvertrag; es ist ein weiteres Kapitel in der langen Saga zwischen One Nation und Rinehart. Jüngste Berichte haben gezeigt, dass Senatorin Pauline Hanson die Milliardärin als „inoffizielle Politikberaterin“ betrachtet. Von Aufenthalten in Rineharts Villa bis hin zur Nutzung ihres privaten Sicherheitspersonals und einem geschenkten Privatjet im Wert von 1,5 Millionen Dollar – die beiden sind definitiv eng verknüpft. Auch wenn One Nation betont, dass alles rein geschäftlich sei, ist die Tatsache, dass die Parteiarbeit so eng mit einer der reichsten Personen des Landes verwoben ist, für politische Beobachter lowkey beunruhigend.